Sa, 30. August 2025 - 07:30
Im Interview: Schwingerkönigin Jasmin Gäumann
Die aktuelle Schwingerin der Woche, Jasmin Gäumann, spricht im Interview über ihren Königinnentitel, die komplizierte Ausgangslage vor dem Fest und ihre Anfänge im Schwingsport.

Ein Beitrag von
Elia Hendry

Jasmin Gäumann konnte dank dem Sieg der Jahreswertung in Huttwil ihren Königinnentitel feiern.
Fotograf: René Nussbauemer

Jasmin Gäumann, Sie sind Schwingerkönigin 2025! Wie ist Ihre Gefühlslage?
Jasmin Gäumann: Im Moment kann ich es noch nicht wirklich einordnen, aber das kommt sicher noch.
Wann haben Sie realisiert, dass es zum Sieg der Jahreswertung und somit zum Königinnentitel reichen wird?
Gäumann: Im vierten Gang kam mein Trainer zu mir, und sagte, dass es reichen wird.
Wie war es für dich das Fest zu Ende zu schwingen, obwohl sie bereits Königin waren?
Gäumann: Es war nicht wirklich schwierig, ich wusste, dass ich mich fokussieren kann. Gefeiert wird dann am Abend. Während dem Fest habe ich bewusst darauf geachtet, dass ich noch etwas meine Ruhe habe.
Es war vor dem Fest eine ziemliche Rechnerei. Wie sind Sie damit umgegangen?
Gäumann: Mir hat es gut getan zu wissen, dass ich einen Vorsprung habe. Ich wusste, dass ich etwas ruhiger ins Fest gehen kann. Heute wäre aber sicher mehr drin gelegen..
Wie planen Sie nun den Königinnentitel zu feiern?
Gäumann: Konkret ist noch nichts. Ich freue mich nun auf das ESAF in Mollis, wo ich auch vor Ort sein werde. Vielleicht kann ich dann gleich mit den Männern vom Schwingklub Zäzwil gemeinsam feiern.
Im letzten Jahr waren Sie bereits nahe am Titel der Schwingerkönigin. Nun hat es in diesem Jahr gereicht. Haben Sie, was das Training und die Festvorbereitung angeht, etwas umgestellt?
Gäumann: Nein, ich habe genau gleich weitergemacht.
Wie sieht bei Ihnen eine Trainingswoche während der Saison aus?
Gäumann: Ich bin sicher einmal die Woche im Sägemehl. Dann bin ich je nach Zeit ein bis zwei Mal die Woche im Kraftraum. Aber weil ich noch in vielen anderen Bereichen tätig bin, ist es nicht immer genau gleich. Ich versuche aber immer möglichst viel zu machen.
In welchen anderen Bereichen sind sie noch tätig?
Gäumann: Ich bin als Schiedsrichterin im Hornussen im Einsatz und auch im Vorstand vom Schwingklub Zäziwil.
Wann haben Sie mit dem Schwingen angefangen?
Gäumann: Ich habe im Jahr 2008 bei Schwingklub Zäzwil angefangen, wo bereits meine Brüder waren. Darum ist es auch schön, kann ich da jetzt mit meiner Arbeit im Vorstand etwas zurückgeben.
Waren Sie damals die erste Schwingerin im Schwingklub?
Gäumann: Ja, ich war die erste Schwingerin im Schwingklub. Am Anfang war es ein wenig eigenartig. Es hat damals aber sicher geholfen, dass meine beiden älteren Brüder bereits Schwinger waren. Aber es gab damals schon zwei, drei, die bei mir etwas heikler waren. Für den Rest war das alles kein Problem. Wenn ich heute ein Training besuche, etwa in einem Lager, kann ich einfach mitmachen, was sehr schön ist.
Wann haben Sie dann zu den Schwingerinnen gewechselt?
Gäumann: Die Wettkämpfe hatte ich immer bei den Frauen gemacht, bei den «Buebe» habe ich nur ein einziges Mal ein Schwingfest bestritten. Mit etwa zwölf Jahren wechselte ich dann zu den Bernerinnen.
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