Sa, 11. Juli 2026 - 07:20
Fabian Staudenmann: "Konnte die guten Trainings nicht immer auf den Platz bringen"
Der aktuelle Schwinger der Woche, Fabian Staudenmann, spricht im Interview über den Sieg am Berner Kantonalschwingfest, die Ausgangslage vor dem Schlussgang und seine bisherige Saison.

Ein Beitrag von
Elia Hendry

Fabian Staudenmann feiert den dritten Berner Kantonalfestsieg seiner Laufbahn. Im Schlussgang reichte ihm ein Gestellter gegen Werner Schlegel.
Fotograf: Barbara Loosli

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg am Berner Kantonalen! Wie hast du das Fest im Wankdorfstadion erlebt?
Fabian Staudenmann: Es war unglaublich cool. Ich wohne ganz in der Nähe und war schon in den Tagen vor dem Fest immer wieder dort. Es war eine super Stimmung und für den Schwingsport im Bernbiet, und wohl auch etwas darüber hinaus, ein super Anlass.
Was war anders bei einem Schwingfest im Fussballstadion?
Staudenmann: Eigentlich nicht viel: Sägemehl ist Sägemehl. Im Vorfeld hörte ich von einigen die Befürchtung, dass ein gewisser «Schwingfestcharakter» fehlen würde, aber das habe ich nicht so erlebt.
Ein Fest der Haustür mit fast 30'000 Zuschauer. Wie war es für Sie mit der Nervosität?
Staudenmann: Das lief gut. Ich hatte eine gesunde Nervosität: Ich verspürte Anspannung, aber nicht so, dass ich nicht schlafen konnte.
Vor dem Schlussgang war klar, dass Ihnen ein Gestellter zum Festsieg reichen würde. Mit welcher Einstellung gingen Sie in den Gang?
Staudenmann: Ich habe mir die ersten fünf Gänge von Werner Schlegel angeschaut und gesehen, was er ins Sägemehl gezaubert hat. Er zeigte wirklich ein super Fest. Nachdem die letzten Paarungen vor dem Schlussgang gestellt endeten, wusste ich, dass mir ein Gestellter reichen würde. Entsprechend der Ausgangslage reduzierte ich deshalb das Risiko.
Für Sie kam es im letzten Jahr am Berner etwas überraschend zu zwei Niederlagen. Hatten Sie das vor dem diesjährigen Fest im Hinterkopf?
Staudenmann: Nein, das war nicht präsent. Ich habe vor dem Fest kein einziges Mal daran gedacht.
Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison?
Staudenmann: Ich muss das etwas ins Verhältnis setzten: Ich hatte zwar gute Resultate, aber konnte an den Wettkämpfen nicht immer alles zusammenbringen. Am Berner klappte das nun schon besser, ich hoffe, dass ich das nun für die weiteren Feste weiterziehen kann.
Was bedeutet das für Sie, dass Sie nicht alles zusammenbringen konnten?
Staudenmann: Ich hatte im Winter eine gute, verletzungsfreie Vorbereitung. Auch nun während der Saison konnte ich gut Trainieren. Ich konnte die guten Trainings aber nicht immer auf den Platz bringen.
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