Thomas Zaugg (Teil 5): Zeitungsbericht Schwägalp

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Thomas Zaugg. Heute: Teil 5.

Auf der Schwägalp realisierte Thomas Zaugg mit dem Sieg seinen bisherigen Laufbahnhöhepunkt. Der Berner brillierte vor allem am Nachmittag mit Siegen gegen Andreas Ulrich, Daniel Bösch und im Schlussgang gegen Matthias Sempach. Wir blicken zurück auf die Berichterstattung in der Schwingerzeitung SCHLUSSGANG.

Überragender Thomas Zaugg beim letzten Saisonhöhepunkt
Sie kamen auch in Abwesenheit von Kilian Wenger als die grossen Favoriten und wurden ihrer Rolle durchaus gerecht, die «Mutzen». Am Morgen gewann einzig Christian Stucki schnell gegen Andy Büsser, derweil ein defensiver Daniel Bösch mit Matthias Sempach und Arnold Forrer mit Adrian Laimbacher (in einem weitaus gefälligeren Gang) die Punkte teilten. Während die NOS-Aussenseiter Urs Abderhalden und Stefan Burkhalter sowie Christian Stucki noch am Vormittag entscheidend zurückfielen, brachten sich andere wieder in Lauerstellung.

Andreas Ulrich, der in der ersten Gästepaarung Florian Gnägi bezwang, war am Mittag der einzige Schwinger mit drei Siegen. Daniel Bösch, Thomas Zaugg und Matthias Sempach rückten auf Platz zwei vor. Ein taktisch geschickteres Verhalten von Michael Bless gegen Matthias Sempach im dritten Gang hätte die Berner weiter zurückgebunden, verlor doch der Appenzeller erst 20 Sekunden vor Gangende und nach einem Unterbruch, als beide ans Wasser mussten.

Berner übernahmen das Zepter
Der vierte Gang lag dann jedoch völlig in Berner Händen. Thomas Zaugg überrumpelte den führenden Ulrich und Sempach bezwang Forrer, wobei der Berner ein sehr flüchtiges Resultat erhielt. Damit übernahmen Sempach und Zaugg gemeinsam die Spitze, gefolgt von Daniel Bösch, der Martin Koch am Boden festhielt und so noch die letzte NOS-Hoffnung aufrechterhielt.

Doch auch damit war es bald vorbei. Thomas Zaugg kurzte den Unspunnensieger im fünften Gang förmlich durch die Säntisluft und kam zu seiner vierten Maximalnote in Serie. Da sich auch Sempach gegen Laimbacher nicht lange aufhielt, war die Schlussgangbegegnung klar. Wenngleich die meisten nun auf Saisondominator Sempach tippten – es kam alles anders. 

Als Sempach in der zweiten Minute mit Kurz angriff, konterte der Emmentaler sehenswert mit Lätz. Trotz eiserner Brücke des Oberaargauers, Zaugg liess bis zum "Guet" nicht mehr los und feierte so seinen grössten Triumph. Der 32-Jährige und die Schwägalp, das muss eine besondere Liebe sein. Schon 2005 trumpfte er mit Rang drei und dem Sensationssieg über Arnold Forrer auf jenem Berg gross auf.

Die Serie Schwingerwoche mit Thomas Zaugg wird am Samstag, 1. Dezember, mit Teil 6 fortgesetzt.

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