Martin Grab (Teil 4): Sieg am Schwyzer Kantonalschwingfest

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Martin Grab. Heute: Teil 4.

Martin Grab gewann im Mai das Schwyzer Kantonalschwingfest. Besonders war dieser Sieg, weil das Fest von seinem Schwingklub (Einsiedeln) organisiert wurde. In Unteriberg dominierte er die ersten fünf Gänge mit fünf Siegen. Im Schlussgang reichte ihm dadurch ein Gestellter. Wir blicken zurück auf den Bericht vom Schwyzer Kantonalschwingfest im SCHLUSSGANG.

Heimsieg für Martin Grab in Unteriberg


Traditionsgemäss weist der Verbandsanlass der Schwyzer seit Jahren eine ausgezeichnete Besetzung auf, was auch diesmal nicht anders war. Unter den 223 Schwingern befanden sich elf eidgenössische Kranzträger. Mit Christian Schuler kehrte eine Koryphäe nach ihrer Knieverletzung wieder zurück. Doch der Sieger der letzten beiden Austragungen ging vorsichtig ans Werk und musste nach den beiden Unentschieden gegen Marcel Mathis und Martin Zimmermann schon früh seine Ambitionen begraben. Dennoch darf sein Comeback als gelungen bezeichnet werden. Noch besser erging es seinem Klubkollegen Martin Grab, der mit drei Zehnerwürfen einen tollen Start hinlegte und bei Halbzeit mit einem Zähler vor Mike Müllestein und Andreas Ulrich in Führung lag. 
 
Variantenreich und konsequent 
Während Müllestein mit einer Niederlage aus der engeren Entscheidung fiel, blieben Martin Grab und Andreas Ulrich weiterhin auf Erfolgskurs, was sich in der Zwischenrangliste ausdrückte. Martin Grab lag mit dem Punktemaximum deutlich voraus.
 
Die Kardinalsfrage, ob Grab noch gestoppt werden könnte, wurde bald einmal beantwortet. Mit einem Sieg gegen Pascal Nietlispach setzte er seinen Siegeszug fort und qualifizierte sich für den Schlussgang, für welchen Adi Laimbacher gegenüber dem punktgleichen Andreas Ulrich den Zuschlag erhielt, was durchaus vertretbar war.
 
Dass Martin Grab nach einer längeren verletzungsbedingten Pechsträhne derart auftrumpfen würde, konnte nicht erwartet werden. Wie er seine Gegner durchs Sägemehl wirbelte, erinnerte an seine besten Tage. Den Grundstein zu seinem gelungenen Auftritt legte er mit zwei Blitzsiegen zum Auftakt gegen Martin Glaus und Roman Weiss, was dem bald 33-jährigen Inhaber eines Spenglerbetriebes viel Selbstvertrauen verlieh. Er zeigte keine Schwäche und wirkte äusserst variantenreich. Besonders sein wuchtiger Brienzer gegen Bruno Nötzli war eine Augenweide und trug ihm viel Applaus ein. 

Im Schlussgang hatte Martin Grab zu Beginn zwei brenzlige Situationen zu überwinden. In der vierten Minute allerdings musste Adi Laimbacher nach einer Knieverletzung den Gang kurz unterbrechen, setzte ihn jedoch fort. "Dank der zurückgewonnenen Explosivität kam ich zu Zehnerwürfen. Ich habe meinen Wettkampf nicht auf den Gesamtsieg ausgerichtet, sondern aus Leidenschaft geschwungen", sagte der mittlerweile 31-fache Kranzfestsieger Martin Grab.

Die Serie Schwingerwoche mit Martin Grab wird am Freitag, 21. Dezember, mit Teil 5 fortgesetzt. 
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