Andreas Ulrich (Teil 4): Erster Bergfestsieg auf der Rigi

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Andreas Ulrich. Heute: Teil 4.

Auf der Rigi realisierte Andreas Ulrich seinen zweiten Kranzfestsieg seiner Laufbahn, den ersten an einem Bergkranzfest. Am Schluss resultierte zwar "nur" Rang 1b, doch in den ersten fünf Gängen zeigte der Gersauer eine beeindruckende Leistung und bezwang unter anderem den Unspunnen-Sieger.

Andreas Ulrich und Adi Laimbacher auf dem Thron
Da bei den Innerschweizern am Bergklassiker auf der Rigi einige der mächtigen Tenöre fehlten, räumte man ihnen keinen allzu grossen Kredit ein. Am höchsten wurden die Aktien der Nordostschweizer gehandelt, die ihre absolute Spitze auf die "Königin der Berge" delegierten. Doch der erwartete Monolog der Gäste blieb zur Freude der Zuschauer aus. Bei Halbzeit hatten nur noch Michael Bless und Andreas Ulrich eine reine Weste und lagen deutlich in Führung. Da sich ihre Verfolger aber berechtigte Siegeshoffnungen machen durften, war die Ausgangslage noch völlig offen.

Nachdem die Ostschweizer weiter Terrain einbüssten, begann sich allmählich ein Sieg der Einheimischen abzuzeichnen. Mit Andreas Ulrich und Adi Laimbacher lagen die Innerschweizer nach vier Gängen vorne. Doch zu sicher durften sie sich noch nicht fühlen, spürten sie doch den Schnauf von Michael Bless und Daniel Bösch in ihrem Nacken. Mögliche Befürchtungen trafen allerdings nicht ein und die Einheimischen wirkten souverän. Adi Laimbacher bodigte um die Schlussgangteilnahme mit einem Prachts-Kurz Michael Bless. Als sein Widersacher kristallisierte sich Andreas Ulrich heraus, dem eigentlich ein Unentschieden für den Finalzutritt gereicht hätte. Doch er liess es nicht dabei bewenden und gab mit innerem Haken Ueli Banz das Nachsehen. 

Ulrichs Schwingkunst
Dass sich Andreas Ulrich in dieser Saison einer ausgezeichneten Form erfreut, hatte er schon mehrmals bewiesen und zeigte sich erneut von seiner allerbesten Seite. Doch dieses Mal setzte er bei seinen Auftritten endgültig das Pünktchen aufs i. Mit seiner filigranen Technik liess er seinen Widersachern nicht den Hauch einer Chance. Bereits zum Auftakt konnte er Beat Clopath mit einem klassischen Wyberhaken zum platten Resultat werfen. Wie er dann auch noch Daniel Bösch und Michael Bless bis zu deren endgültigen Kapitulation durcheinanderwirbelte, war Schwingen vom Allerfeinsten und trug ihm stets verdienten, tosenden Applaus ein. "Wenn ich mein Notenblatt betrachte, ist dies zusammen mit dem Gewinn des eidgenössischen Kranzes mein grösster Erfolg", freute sich der Publikumsliebling.

Die Serie Schwingerwoche mit Andreas Ulrich wird am Freitag, 9. November, mit Teil 5 fortgesetzt. 

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