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Schwinger der Woche Simon Anderegg

Simon Anderegg hat am Emmentalischen Schwingfest in Trub mit seiner beherzten Schwingweise seinen langersehnten ersten Gauverbandsfestsieg erkämpft. Daher wurde er vom SCHLUSSGANG zum Schwinger der Woche gekürt. Im Interview erklärt er, warum er es wärmer hatte als die Zuschauer.
Simon Anderegg (oben) reichte in Trub ein Gestellter im Schlussgang gegen Kilian Wenger zum Festsieg.

Simon Anderegg, Ihr erster Gauverbandsfestsieg war überfällig…
Simon Anderegg: Das kann man so sagen ja. Ich war schon viele Male in einem Schlussgang, leider zog ich stets den Kürzeren oder verpasste mit einem resultatlosen Ausgang den Festsieg.

Im Schlussgang war diesmal wohl Taktik mit dabei?
Anderegg: Als ich den gestellten Ausgang zwischen Niklaus Zenger und Matthias Sempach im sechsten Gang sah, wusste ich, dass mir ein Gestellter zum Festsieg reicht. Da witterte ich meine Chance. Allerdings war mir klar, dass Kilian Wenger alles unternehmen wird, um mich noch abzufangen.


Wie weit sehen Sie Schlussganggegner Kilian Wenger nach seiner längeren Pause?
AndereggKilian Wenger schwingt bereits wieder ziemlich stark. Er ist meiner Ansicht nach auf dem richtigen Weg.

Welches war Ihr härtester Gegner in den vorangegangenen Duellen?
Anderegg: Hansruedi Lauper im Anschwingen war kein bequemer Gegner. Auch der Entlebucher Erich Fankhauser war eine ganz harte Nuss. Mit ihm duellierte ich schon am Eidgenössischen in Frauenfeld im dritten Gang. Damals konnte ich ihn nach hartem Gefecht erst kurz vor Zeitablauf besiegen. Es war für mich ein wegweisender Sieg auf dem Weg zum Eidgenössischen Eichenlaub.

Wie schätzen Sie die Lage im Berner Verband ein?
Anderegg: Ich denke, das Trio Stucki, Wenger und Sempach bleibt vorneweg, dahinter sind wir breit abgestützt. Leider hat uns in den letzten Wochen die Verletzungshexe getroffen. Nach den Innerschweizern im Vorjahr scheint es nun uns zu treffen.

Das schlechte Wetter schien Ihnen nichts auszumachen?
Anderegg: Nein überhaupt nicht. Wir hatten vom OK eine geheizte Halle mit Speakeranschluss zur Verfügung, wo wir uns zwischen den Einsätzen auwärmen konnten. Die Zuschauer, die den ganzen Tag in der Kälte verharrten, hatten es da deutlich härter als wir Aktiven.

Welches Fest nebst dem Eidgenössischen steht heuer für Sie noch im Mittelpunkt?
Anderegg: Ganz klar der Brünig-Schwinget in meiner engeren Heimat. Dort strebe ich einen sonnigen Rang an.

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