Schwinger der Woche: Inti Adi Laimbacher

Adi Laimbacher ist zurückgetreten. Auf der Rigi holte er sich zum Abschluss seinen 105. Kranzgewinn. Zum Abschluss seiner Laufbahn wurde er vom Schlussgang zum Schwinger der Woche gewählt.
Sein letztes Duell bestritt Adi Laimbacher (hinten) gegen den Luzerner Sven Schurtenberger. (Foto: Tobias Meyer)

Adi Laimbacher, wie war es zum letzten Mal in einen Wettkampf zu treten?
Adi Laimbacher: Es war dann doch ein komischeres Gefühl, als ich zuerst dachte. Die letzten Tage seit der Bekanntgabe waren sehr intensiv und auch mit emotionalen Gefühlen verbunden. Wenn man so lange für einen Sport lebt, ist es nicht einfach abzutreten.

Wie haben Sie ihren letzten Gang gegen Sven Schurtenberger erlebt?
Laimbacher: Das war sehr speziell, vor allem weil der Kampf für eine Viertelstunde unterbrochen werden musste. Im ersten Moment, nachdem wir mit den Köpfen zusammengestossen sind, war ich nicht mehr richtig da. Ich war aber auch erstaunt, dass Sven Schurtenberger trotz seiner Platzwunde wieder zurückkehrte.

Haben Sie eigentlich schon länger mit dem Rücktritt geliebäugelt?
Laimbacher: Ja, der Gedanke ist mir schon länger durch den Kopf gegangen. Ich wollte aber nicht nach dem 100. Kranzgewinn 2014 auf der Schwägalp, welcher für mich einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, aufhören. Es war mein Wunsch, ein Fest welches für mich passt auszuwählen.

Da passt die Rigi genau!
Laimbacher: Richtig. Auf der Rigi habe ich vier Mal obenauf schwingen können. Dieser Berg und die Bergkranzfeste allgemein haben in meiner Laufbahn eine wichtige Bedeutung. Zudem wollte ich auch noch das Innerschweizerische Schwingfest bestreiten und so war die Rigi der perfekte Ort für den Abschied.

Wie haben Sie ihren letzten Einsatz respektive ihren letzten Kranzgewinn gefeiert?
Laimbacher: Das war sehr schön. Wir sind nach der Rigi in den Restaurationsbetrieb von Martin Annen (Horseshoe Event Bar) gegangen und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen. Es hat mir grossen Spass gemacht, dass so viele Schwinger, darunter auch Schwingerkönig Arnold Forrer, mitdabei waren.

Werden Sie dem Schwingsport jetzt den Rücken kehren?
Laimbacher: Nein, definitiv nicht. Ich werde weiter als Zuschauer dabei sein und wer weiss, vielleicht auch Mal eine Funktionsrolle einnehmen. Der Schwingsport hat mir sehr viel gegeben und ich möchte nun auch etwas zurückgegen.

 

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