Schwinger der Woche: Interview Nydegger

Nach einer fast zweijährigen verletzungsbedingten Pause hat der einzige Eidgenosse der Südwestschweizer Michael Nydegger am Neuenburger Kantonalschwingfest in Couvet sein Comeback gegeben. Mit dem zweiten Schlussrang ist dem Maschineningenieur der Wiedereinstieg vollauf geglückt. Im Interview als Schwinger der Woche zeigt er sich zufrieden über seine Leistung.
Auf diesen Moment mit einem Kranz auf dem Kopf musste Michael Nydegger fast zwei Jahre warten. Nun fühlt er sich wieder fit. (Foto: Rolf Eicher)

Michael Nydegger, Ihre Leistung am Neuenburger Kantonalfest hat Ihnen den Titel der Schwinger der Woche vom SCHLUSSGANG eingebracht.
Michael Nydegger: Das ist für mich eine grosse Ehre. Es ist schön, dass man mich trotz der lagen Abwesenheit nicht ganz vergessen hat. Solche Ehrungen bauen einen zusätzlich auf.

Mit Ihrem Comeback sind Sie sicherlich zufrieden?
Nydegger: Mein primäres Ziel war es, mich in den Kranzrängen zu klassieren. Dass es so gut gegangen ist, hat mich selber ein wenig überrascht. Ich hoffe nun, dass ich an diese Leistung anknüpfen kann.

Vielleicht gibt Ihre Rückkehr auch den gewünschten Aufschwung in der Romandie ...
Nydegger: Sicher können wir in unserem kleinen Verband jede Verstärkung sehr gut gebrauchen. Es sind jedoch einige junge Talente vorhanden, die die Zukunft rosiger aussehen lassen.

Sind Sie vollständig genesen und verspüren keine Schmerzen mehr beim Schwingen? 
Nydegger: Ich habe immer gesagt, dass ich erst zurückkehre wenn ich vollständig genesen bin. Ich bin überglücklich, dass ich nun soweit bin und wieder voll angreifen kann.

Die Selektion für Estavayer2016 haben Sie damit auf sicher! Wie geht es nun weiter?
Nydegger: Sicher ist mein grosses Saisonziel das Eidgenössische. Ich habe jedoch keinen Sonderstatus und muss mich genauso qualifizieren wie die übrigen Schwinger. Es gilt nun, an den Bergfesten, auf die ich mich besonders freue, eine gute Leistung abzuliefern. Der Schwarzsee-Schwinget ist für uns Freiburger jedes Jahr etwas Besonderes. Auf den Brünig freue ich mich ebenfalls riesig.

Haben Sie sichschon Gedanken über die sportliche Zukunft gemacht?
Nydegger: Nach meiner ellenlangen Liste von Verletzungen nehme ich Saison für Saison. Im Herbst werde ich schauen wo ich stehe und ob mein Körper die grosse Belastung ausgehalten hat. Wenn ja, werde ich sicher weiterschwingen. Zudem habe ich an der Universität in Freiburg ein Studium der Sportwissenschaft begonnen, dies erfordert natürlich ebenfalls einen grossen Aufwand. Stimmt aber die Gesundheit, wird man mich sicher noch ein paar Jahre auf den Schwingplätzen antreffen.

Im Artikel erwähnt: 

Werner Frattini

Freier Mitarbeiter Text

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