Kriessener Ringer ziehen weiter davon

Die Ringerstaffel Kriessern hat ihren Vorsprung in der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft ausgebaut. Dank eines 23:15-Sieges beim ersten Verfolger Hergiswil liegen die St. Galler Rheintaler nun schon sechs Punkte vor den gleichauf liegenden weiteren Halbfinalanwärtern Hergiswil, Willisau und Freiamt. Willisau bekundete keine Mühe gegen Schattdorf. Nach einem Unfall wurde der Kampf vorzeitig mit dem Resultat von 23:6 beendet. Auch Freiamt hatte in Einsiedeln keine Probleme. Allerdings liess die Leistung der Aargauer in der zweiten Hälfte nach, sodass die Klösterdörfler noch auf 17:23 heran kamen.
In einem weiteren Schwingerduell auf der Ringermatte gewann Freiamts Yanick Klausner (blaues Dress) gegen Einsiedelns Michael Hess mit 15:3 Wertungspunkten. (Foto: wr)

Schon nach sechs von zehn Qualifikationskämpfen steht Kriessern so gut wie sicher als Halbfinalteilnehmer fest. Nach ausgeglichenem Beginn und einem 10:10-Pausenstand gewannen die ersatzgeschwächten Hergiswiler, die ohne Spitzenringer und -schwinger Martin Suppiger antraten, nach der Pause nur noch einen Kampf.

Siege für Klausner und Zurfluh
Beide Schwinger im Team von Freiamt gewannen ihren Kampf gegen Einsiedeln. Im Schwingerduell bis 130 kg Freistil gewann Yanick Klausner auch den Rückkampf gegen Michael Hess deutlich. Allerdings leistete der Innerschweizer diesmal mehr Widerstand und verdiente mit 3:15 Wertungspunkten einen Mannschaftszähler. Roman Zurfluh trat zwar im für ihn ungewohnten freien Stil bis 86 kg an. Trotzdem punktete er Jürg Betschart zu Beginn der zweiten Runde 17:2 aus. Vorentscheidend für den Freiämter Mannschaftserfolg war der überraschende Schultersieg bis 57 kg Greco durch Reto Bürgisser gegen Patrick Dähler. Weil auch der Kampfrichter in der ersten Hälfte den Freiämtern wohlgesinnt war, gabs beim Stand von 14:6 für die Aargauer zur Pause kaum mehr Zweifel am Ausgang des Matchs. Doch Freiamt liess die Zügel in den letzten zwei Kämpfen zu sehr schleifen. Zwei Nuller brachten die Klosterdörfler von 9:23 auf 17:23 heran.

Prestigetriumph für Michi Jauch
Nichts zu holen gabs für Schattdorf in Willisau. Der Luzerner Meisteranwärter trat in starker Besetzung an und gewährte den Urnern nur wenig Zählbares. Immerhin gewann Schattdorfs Trainer, der langjährige Greco-Spezialist und heutige Schwinger Michi Jauch, gegen Willisaus Olympia-Anwärter Jonas Bossert bis 97 kg Greco mit 5:4 Wertungspunkten. Der Gewichtsvorteil von Jauch (16 kg) wog zu schwer für den ambitionierten Internationalen. Chancenlos war Schattdorfs Schwinger Elias Kempf gegen Nationalturner Andreas Reichmuth, der bis 130 kg Freistil 16:0 gewann. Weil sich Renato Kempf im achten Einzelkampf des Abends gegen Samuel Scherrer eine Rückenverletzung zuzog, die zu einem längeren Unterbruch führte, wurde die Begegnung danach abgebrochen und auf die Austragung der letzten zwei Einzelkämpfe verzichtet. Gewertet wird deshalb der Stand von 23:6 nach acht Mattenduellen.

(wr)

Schweizer Mannschaftsmeisterschaft Ringen

6. Runde:
Hergiswil – Kriessern 15:23
Willisau – Schattdorf 23:6
Einsiedeln – Freiamt 17:23

Zwischenrangliste (je 6 Kämpfe):
1. Kriessern 12 (132:87)
2. Willisau 6 (126:81)
3. Hergiswil 6 (116:109)
4. Freiamt 6 (111:115)
5. Schattdorf 4 (92:119)
6. Einsiedeln 2 (84:150)
 

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