Freiamt im Final gegen Willisau

In einem turbulenten Halbfinal-Rückkampf setzte sich Freiamt mit dem nötigen Glück des Tüchtigen in Kriessern 21:18 durch und sicherte sich damit den Einzug in den Final gegen Willisau. Die Luzerner gewannen zu Hause erwartungsgemäss klar gegen Einsiedeln 22:12. Im Barrage-Kampf um den letzten NLA-Platz besiegte NLB-Meister Oberriet-Grabs auswärts den NLA-Sechsten Schattdorf 20:19.
Im 130-kg-Freistilkampf schulterte Jeremy Vollenweider (links) für Freiamt den Kriessener Jürg Hutter. (Foto: wr)

Freiamt kämpfte sich in der überfüllten Kriessener Mehrzweckhalle gegen alle Widerwärtigkeiten durch. Der Ausfall von Teamleader Randy Vock (Knieverletzung in Trainingslager in Magglingen) war schon vor Beginn des zweiten Halbfinalduelles ein herber Dämpfer. Aber wie im Hinkampf legten die Aargauer los wie die Feuerwehr und führten zur Pause 13:6. In der zweiten Hälfte lancierte Kriessern erneut eine Aufholjagd, wobei auch die Kampfrichter im Zweifelsfall dem Heimteam wohlgesinnt waren. Im vorletzten Mattenduell riskierte dann David Hungerbühler gegen Andrej Malzew zu viel und ging nach einem Überwurfversuch selber auf die Schultern. Freiamt zog von 16:14 entscheidend auf 20:14 davon und bejubelte die Finalqualifikation.
Wesentlichen Anteil am Vorsprung in der ersten Hälfte hatte Ringerschwinger Jeremy Vollenweider. Der Zürcher Unterländer in Freiämter Diensten schulterte bis 130 kg Freistil Jürg Hutter, dem er vor einer Woche noch knapp unterlegen war. Chancenlos war hingegen der andere Freiämter  Ringerschwinger Roman Zurfluh, der gegen Vize-Juniorenweltmeister Ramon Betschart 0:15 verlor.

Willisau gewann zu Hause acht der zehn Einzelkämpfe, obwohl der Meisteranwärter nicht sein volles Potential einsetzte. Die Luzerner sind im Finalduell gegen Erzrivale Freiamt klarer Favorit, obwohl die Aargauer wohl im Laufe der Woche Verstärkung aus Russland erhalten.

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Wolfgang Rytz

Redaktion

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