Schwinger der Woche (8. bis 14. Juli) Sempach ist zufrieden

Noch bevor Matthias Sempach heute Dienstag, 11 Uhr, nach Russland fliegt, hat er dem SCHLUSSGANG im Interview der Woche verraten, dass er sich über seine gute Form freut und mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden ist. Für die anstehenden Bergfeste hofft er auf Berner Dominanz.

Matthias Sempach, Sie wurden vom SCHLUSSGANG zum Schwinger der Woche gewählt ...
Matthias Sempach: ... darüber freue ich mich sehr. Es zeigt, dass meine Leistung geschätzt wird.

Und nun gibt es ein paar freie Tage.
Sempach: Richtig. Ich fliege heute (Dienstag, 10. Juli) für neun Tage nach Russland. Ich freue mich sehr über diesen Ausflug, da in den letzten Wochen auch aufgrund meiner erfolgreichen Ausbildung und dem Trainingsaufwand von 8 bis 10 Stunden pro Woche nicht viel Freizeit übrig blieb.

Mit dem dritten Kranzfestsieg haben sie sich in eine gute Ausgangslage in der SCHLUSSGANG-Jahrespunkteliste gebracht! Wie lauten die weiteren Ziele?
Sempach: Die gute Ausgangslage in der Jahrespunkteliste freut mich natürlich. Für mich stehen nun noch drei Bergfeste und das Berner Kantonalfest auf dem Programm. In erster Linie will ich an diesen Festen meine gute Form präsentieren können. MIr ist es aber auch wichtig, dass wir als Berner Team an den Bergfesten dominieren können und den Tagessieg für uns beanspruchen. Das wird nicht leicht, wie man am Schwarzsee-Schwinget sah. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass im Senslergebiet fünf Eidgenossen fehlten und Kilian Wenger handicapiert war.

Die Änderung mit den bezwungenen Eidgenossen als Zusatzverdient in der SCHLUSSGANG-Jahrespunkteliste war unter anderem auch ein Verdienst von Ihnen. Sie haben uns diesen Vorschlag bereits in der letzten Saison gemacht. Wie verfolgen Sie die Jahrespunkteliste?
Sempach: Natürlich schaue ich den Zwischenstand regelmässig an und freue mich, wenn ich soweit vorne klassiert bin. Ich setze mich aber nicht unter Druck, indem ich mir Punktevorgaben für die einzelnen Feste mache. Ich versuche von Fest zu Fest zu schauen und gleiches mache ich auch mit der Jahrespunkteliste. Was die Änderung der Bewertung mit Zusatzpunkten für bezwungene Eidgenossen betrifft, bin ich sehr glücklich. Durch die Anpassung ist es immer noch möglich, den Punktezuwachs nachzuvollziehen und dennoch werden einzelne Leistungen noch besser honoriert.

Zurück zum letzten Sonntag. Wie gingen Sie in den Gang gegen Urs Schütz, der sie auch schon bremste?
Sempach: Die Einteilung versuchte sicherlich mit dieser Paarung mich zu stoppen. Ich war mir vor dem Gang bewusst, dass es nur mit voller Leistungsbereitschaft funktioniert. Am Oberaargauischen hat er mir mit dem Gestellten noch den Tagessieg gekostet, nun bin ich natürlich sehr froh, dass ich ihn bezwingen konnte.

Ist 2012 bereits die Vorbereitung auf das nächstjährige Eidgenössische?
Sempach: Ich bin nicht der Meinung, dass 2012 eine Zwischensaison ist. Darum ist für mich das Eidgenössische 2013 noch weit weg. Man muss von Saison zu Saison schauen. Für eine gute Vorbereitung muss man auch darauf bauen können, dass man gesund bleibt und die Form stimmt. Daher bin ich überzeugt, dass Christian Stucki und vor allem Kilian Wenger in der nächsten Saison ganz anders auftreten werden, wenn sie verletzungsfrei bleiben können.
 

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