Zwei weitere Jahre voller Einsatz für den Schwingsport

Aus dem aktuellen SCHLUSSGANG (Rubrik Funktionär mit Peter Achermann): Der Innerschweizer Verbandspräsident Peter Achermann wünscht sich eine baldige Rückkehr der Schwingfeste, damit seine Schützlinge die sportlichen Fortschritte aufzeigen können. Nach neun Jahren als ISV-Präsident möchte er sein Amt 2023 niederlegen.
An dieses Bild haben sich die Schwinger schon länger gewohnt: ISV-Präsident Peter Achermann am Rednerpult. (Foto: Archiv REI)

Im März 2014 wurde der Urner Peter Achermann in den Zentralvorstand des Eidgenössischen Schwingerverbandes gewählt. Er gehört damit zu den dienstältesten Mitgliedern im höchsten Funktionärsgremium vom ESV. Dass der Weg vom Geschäftsführer eines Unternehmens bis in den Zentralvorstand führen würde, war lange nicht abzusehen.

Start beim Schwingklub Flüelen
Zum Schwingsport fand Peter Achermann beim Schwingklub Flüelen. Der Urner mit Jahrgang 1968 beendete dabei seine aktive Laufbahn schon in frühen Jahren, weil er sich seiner Militärkarriere als Sappeur-Kompaniekommandant widmete. Am aktiven Vereinsleben beim Schwingklub Flüelen nahm er aber immer regelmässig teil. Über viele Jahre führte er die Kasse der Flüeler Schwinger und wurde schliesslich 2011 als Urner Vertreter in den Innerschweizer Vorstand gewählt, ohne dabei je einmal im Urner Kantonalvorstand Einsitz genommen zu haben. «Ich hatte zu dieser Zeit auch eine Anfrage für den Urner Landrat, entschied mich aber für die Schwinger», sagt der in Sisikon wohnhafte Achermann. In Sisikon war er zudem ab 1997 bis 2008 im Gemeinderat tätig, davon sieben Jahre als Gemeindeverwalter und vier weitere Jahre als Gemeindepräsident.

Im Sinne des Schwingsports
In der Schwingerszene gilt Peter Achermann mit seiner ruhigen und geselligen Art als Funktionär, der immer den Sinn und Zweck für den Schwingsport ins Zentrum rückt. Aber kann man es überhaupt so gestalten, dass alle zufrieden sind? «Man muss versuchen das Verständnis der Personen einzuholen. Am Ende muss das Schwingen gewinnen.» Motivieren muss man Achermann nicht, denn er strotzt auch bei den grössten Herausforderungen von viel Enthusiasmus.

Corona-Herausforderungen
Auch wenn der verheiratete Urner und Vater von zwei erwachsenen Kindern lieber über die schwingerischen Resultate seiner Schützlinge berichten würde, waren bei ihm die vergangenen Monate ebenfalls vom Coronavirus geprägt. Dabei galt es viele Herausforderungen zu stemmen, an welche zuvor kaum je gedacht wurde. «Man hat gesehen, was man nicht hat, wenn das Schwingen fehlt. Insgesamt gab es aber nicht weniger Arbeit, einfach anders als gewohnt.» Wehmut kommt beim Urner in sportlicher Hinsicht auf. «Wir haben eine starke Mannschaft und es ist natürlich schade, dass die Schwinger dies auf dem Platz nicht zeigen konnten.»  

Grosser Sieg fehlt noch
2021 ist Peter Achermanns achtes Jahr als Verbandspräsident in der Innerschweiz. In seiner Amtszeit erwachte der schwingerische Riese ISV auch sportlich wieder und hat in den vergangenen Jahren dem Treiben auf den Schwingplätzen vermehrt wieder den Stempel aufgedrückt. Bisher fehlte einzig noch das «Tüpfelchen auf dem i» mit einem Sieg an einem Schwingfest mit eidgenössischem Charakter. In den nächsten zwei Jahren bekommen die Innerschweizer aber drei Mal die Möglichkeit dafür zu sorgen, dass die Amtszeit von Peter Achermann auch sportlich als eine der erfolgreichsten der Verbandsgeschichte eingehen wird. «Ich bin überzeugt, wenn wir alle das Beste geben, dann ist vieles möglich. Natürlich würde uns ein Sieg an einem Schwingfest mit eidgenössischem Charakter unheimlich freuen, sofern die Anlässe auch stattfinden.»  

Abschied angekündigt
Auf die Delegiertenversammlung des Innerschweizer Schwingerverbandes 2023 folgen die nächsten Wahlen. Peter Achermann hat seine ISV-Kollegen im vergangenen Herbst informiert, dass er dann sein Amt weitergeben wird. Wer auf ihn folgt, ist im Moment noch offen. «Wir machen uns bezüglich der Personalplanung natürlich laufend Gedanken.» Zuerst einmal möchte Achermann mit seinem Innerschweizer Team aber bald wieder im Sägemehl für Furore sorgen.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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