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Weissenstein: Ott überrascht alle

Nicht einer der 17 angetretenen Eidgenossen, sondern der erst 21-jährige Toggenburger Damian Ott setzte sich beim Bergfest auf dem Weissenstein durch. Das Mitglied vom Schwingklub Wil bezwang im Schlussgang den Freiämter Eidgenossen Andreas Döbeli mit Münger.
Damian Ott (oben, gegen Andreas Döbeli.) Bild: Tobias Meyer.

In einem Fest voller Überraschungen und einem offenen Schlagabtausch an der Ranglistenspitze qualifizierten sich der St. Galler Damian Ott und der einheimische Aargauer Andreas Döbeli für den Schlussgang. Dabei setzte sich der Ostschweizer in der vierten Minute mit Münger durch. Zuvor hatte der Überraschungsmann im vierten Gang den einheimischen Joel Strebel und im fünften Gang den Innerschweizer Leader Sven Schurtenberger (ebenfalls mit Münger) bezwungen. Ott gewann zuvor erst fünf Kränze, ein Bergkranz fehlte noch in seiner Kranzsammlung. Einmal, am St. Galler Kantonalen 2019 stand er bislang an einem Kranzfest im Schlussgang, musste dort aber Klubkamerad Daniel Bösch den Vortritt lassen. Ott feierte damit seinen ersten Kranzfestsieg an einem Bergfest.

Döbeli startete mit vier Siegen
Auch für Andreas Döbeli war es der 1. Bergkranz. Der 23-Jährige hielt bis zum Schluss die Hoffnungen der Gastgeber aufrecht und stieg als Eidgenosse als leichter Favorit in den Schlussgang. Döbeli startete mit vier Siegen hervorragend in den Wettkampf und hielt die Hoffnungen der Gastgeber aufrecht. Einzig im fünften Gang gegen Marco Reichmuth musste er eine Punkteteilung in Kauf nehmen.  

Comeback von Armon Orlik
Sein Comeback gab im Solothurnischen Armon Orlik, der sich zuvor auf Prüfungen im Berufsleben konzentrierte. Mit vier Siegen und zwei Gestellten belegte er am Ende den Ehrenplatz und sorgte für einen Nordostschweizer Doppelsieg. Im Anschwingen gegen Marcel Bieri und im fünften Gang gegen Erich Fankhauser musste er jeweils einen Gestellten in Kauf nehmen, wobei er mit dem Gestellten gegen Fankhauser eine mögliche Schlussgangteilnahme verpasste. Dennoch ist sein Comeback geglückt. Auch der junge Werner Schlegel erlangte wiederum einen Spitzenplatz.

Sieben von 17
Die weiteren Eidgenossen neben Döbeli und Orlik: Sven Schurtenberger, Joel Strebel, Domenic Schneider, Reto Nötzli und Patrick Räbmatter  gewannen ebenfalls den Kranz, also lediglich sieben der 17 angetretenen „Bösen“. Leer aus gingen indes Marcel Bieri, Stefan Burkhalter, Tobias Krähenbühl, Andi Imhof, Samir Leuppi, Fabian Kindlimann, Alex Schuler, Mike Müllestein, Erich Fankhauser und Benji von Ah. Total wurden 14 Kränze abgegeben. Die Nordostschweizer gewannen sechs, die Nordwest- und Innerschweizer je vier Kränze.

Jakob Heer

Redaktion

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