Sempach und Erb jubelten

Das garstige Wochenende stand im Zeichen von Schwingerkönig Matthias Sempach und Neo-Kranzfestsieger Roger Erb. Ausgetragen wurden auch drei Regionalfeste.
Christian Stucki (oben) kam gegen Matthias Sempach am Schwarzsee-Schlussgang nicht wirklich auf Touren. (Foto: Rolf Eicher)

Trotz teils übelsten Witterungsbedingungen fanden alle Schwingfeste der Aktiven, welche angesagt waren, am Ende auch statt.

Schwarzsee: Vier Berner Eidgenossen im Fokus
Die Geschichten vom Schwarzsee-Schwinget wurden hauptsächlich von vier Berner Schwingern geschrieben. Matthias Sempach gewann das Fest dank eines grossen Vorsprunges und konnte sich am Ende im Schlussgang gar einen faden Gestellten leisten. In den Schlussgang eingezogen war Christian Stucki durch das Ausschwingen, weil Sempach derart dominant war. Ebenfalls stark in Erscheinung trat Bernhard Kämpf, der sich fünf Siege notieren liess. Der vierte im Bunde ist Matthias Siegenthaler, der beim Comeback äusserst stark zurückkehrte. Chancenlos waren die Nordostschweizer Gäste, die sich mit gerade mal zwei Kränzen zufrieden geben mussten. Einen Achtungserfolg gab es für die Romands, die dank Marc Guisolan ebenfalls einen Kranz holten.

Baselbieter: Roger Erb zum Ersten
Der heimische Baselbieter Roger Erb gewann erstmals in seiner Laufbahn ein Kranzfest. Ein Erfolg, welcher dem Sennenschwinger schon lange zugetraut wurde. Im Schlussgang bezwang er Bruno Gisler. Es war der einzige Sieg gegen einen der vier Eidgenossen am ganzen Fest. Sowieso war das Fest geprägt von wenig Überraschungen. Am Ende klassierten sich alle Favoriten in den vordersten Rängen.

Einschränkungen wegen Wetter
Bei den drei ausgetragenen Regionalfesten des Wochenendes mussten die Schwinger dem Wetter nachgeben. So wurde am Freitagabend der Abendschwinget Baar für längere Zeit unterbrochen. So konnten nur fünf Gänge ausgetragen werden, einzig die beiden Schlussgangteilnehmer Andreas Höfliger und Philipp Schuler bestritten sechs Gänge. Weil sie stellten, klassierten Sie sich beide auf Rang 1.

Auch beim Michaelskreuz-Schwinget in Root wurden nur fünf Gänge bestritten. Den Zusatzgang als Schlussgang bestritten Pirmin Reichmuth und Joel Wicki. Dabei wurde der Sieg und der punktemässige Aufschluss von Wicki zur Nebensache, weil sich Co-Sieger Reichmuth am Knie verletzte. Der Verdacht eines Kreuzbandrisses ist aber noch nicht bestätigt.

In St. Antönien stand Marcel Reber bereits nach fünf Gängen als Sieger fest. Da war es egal, dass er den Schlussgang gegen Pascal Hirt verlor. Am Festsieg änderte sich nichts.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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