Schwägalp: Orlik und Giger gemeinsam

Weil Daniel Bösch und Marcel Mathis sich in einem faden Schlussgang nach 14 Minuten resultatlos trennten, erbten die beiden Jungspunde Samuel Giger und Armon Orlik den Sieg auf der Schwägalp. Ein weiterer Nachwuchsmann, Joel Wicki, schied verletzt aus und verpasst das Eidgenössische.
Armon Orlik (links) und Samuel Giger (rechts), die beiden Erstplatzierten auf der Schwägalp.(Bild Rolf Eicher).

Daniel Bösch gewann die ersten vier Gänge souverän und schien ungehindert seinen Sieg aus dem Vorjahr zu verteidigen, doch im fünften Gang konnte er Philipp Laimbacher nicht bezwingen und musste die Führung an Marcel Mathis abtreten. Der Nidwaldner gewann am Morgen wie Bösch dreimal mit einer Zehn ehe er im vierten Gang gegen Michael Bless die Punkte teilte. Mit einem Sieg über Marcel Kuster übernahm Mathis nach fünf Gängen die Führung. Im Schlussgang jedoch neutralisierten sich Bösch und Mathis über 14 Minuten ohne einen nennenswerten Angriff beider Athleten.

Zwei lachende Dritte
Samuel Giger, der sein erstes Schwingfest seit seiner Fussverletztung am Nordostschweizer Teilverbandsfest bestritt, verlor zum Auftakt gegen den Solothurner Eidgenossen Remo Stalder. In der Folge gewann der 18-Jährige sämtliche fünf Duelle, Im Ausstich gegen die beiden Luzerner Erich Fankhauser und Sven Schurtenberger. Orlik verlor den zweiten Gang gegen Marcel Mathis auf Übersprung, daneben realisierte er ebenfalls fünf Gewonnene. Orlik besiegte mit Philipp Laimbacher im Anschwingen und Remo Stalder im fünften Gang ebenfalls zwei Hochkaräter.  

Giger gewann erstmals ein Bergfest und sein drittes Kranzfest insgesamt. Orlik feierte den zweiten Bergfestsieg nach dem Weissenstein, den sechsten in der laufenden Saison und dem siebten seiner Laufbahn. Insgesamt wurden 16 Kränze abgegeben. Acht blieben in der Nordostschweiz, sechs sicherten sich die Innerschweizer, zwei gingen in die Norwestschweiz. 7 der 14 angetretenen Eidgenossen verpassten den Kranz.

Saisonende für Joel Wicki
Grosses Pech hatte der Innerschweizer Joel Wicki. Er zog sich im dritten Gang gegen Daniel Bösch eine Unterschenkelfraktur (Aussenknöchelfraktur mit Sprengung der Syndesmose) zu und verpasst damit den Saisonhöhepunkt, das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer. Wicki wird bereits heute im Spital Wolhusen operiert. Der Entlebucher gehörte zu den grössten Hoffnungen der Innerschweizer am Eidgenösssichen. Im Alter von erst 18 Jahren gewann er im vergangenen Jahr den Schwarzsee-Schwinget. Heuer belegte Wicki am Luzerner, Ob- und Nidwaldner und auf dem Brünig Rang zwei, auf dem Weissenstein stand er gegen Armon Orlik im Schlussgang. 

Jakob Heer

Redaktion

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