Saisonvorschau Teil 1: SWSV

Am 24. April startet mit dem Zuger Kantonalfest die Kranzfestsaison 2016. Insgesamt 39 Kranzfeste werden ausgetragen, den Höhepunkt bildet das Eidgenössische Schwingfest Estavayer2016. Im Hinblick auf die wichtigste Zeit im Schwingerkalender blicken wir auf die fünf Teilverbände mit allem Wissenswerten zu den kommenden Kranzfesten. Es folgt mit dem Südwestschweizer Schwingerverband Teil 1.
Benjamin Gapany (unten, gegen Harald Cropt am Südwestschweizerischen Schwingfest 2014, Bild: Rolf Eicher) steht als neuem Zugpferd der Südwestschweizer eine schwierige Aufgabe bevor.

Die Rolle der Aussenseiter gehört den zwei kleinsten Teilverbänden, so dem Südwestschweizer Schwingerverband. Nach dem Debakel am ESAF 2013 in Burgdorf, wo sie die Heimreise ohne eidgenössischen Kranz antreten mussten, wird die Aufgabe schwierig, aber nicht unüberwindbar sein, in der Kranzfestsaison 2016 auch ins Rampenlicht zu rücken.

Rücktritte banden zurück
Nach den Rücktritten von Hanspeter Pellet und Stefan Zbinden musste sich der Verband neu orientieren. Mit dem jungen Benjamin Gapany, 21-jährig, fand sich ein neues Zugpferd. Und auch mit Samuel Dind, Michael Matthey sowie Pascal Piemontesi wollen sie nun auf den Pfad zurückfinden. Weiter hofft man auf die Rückkehr von Michael Nydegger. Der Eidgenosse kämpft seit Jahren mit Verletzungen, auf ihm lastet heuer ein grosser Druck.

Einschätzung der Leader im SWSV

Samuel Dind (Dombresson), das Neuenburger Kraftpaket, gewann am Walliser Kantonalen im vergangenen Jahr sein erstes Kranzfest. Auch auf dem Weissenstein überraschte er mit dem Gewinn seines ersten Bergkranzes, doch auch der 135-Kilo-Brocken hätte noch "Luft" nach oben.

Benjamin Gapany (Marsens) hat sich mit dem ersten Kranzfestsieg zum neuen Südwestschweizer Teamleader entwickelt. Der ehrgeizige Freiburger ist Anführer einer neuen Generation in der französischen Schweiz.

Michael Matthey (Nyon), dem Klubkameraden von Pascal Piemontesi, fehlt es an der Beständigkeit. Kranzgewinne, wie letztes Jahr als Gast am Innerschweizer in Seedorf, beweisen, der Waadtländer hätte noch weit mehr Potenzial.

Michael Nydegger (Plaffeien) ist der einzige noch aktive Eidgenosse. Dem Sensler machen andauernde Verletzungen stetig aufs Neue zu schaffen. Nachdem er am Abendschwinget Brünisried den Wettkampf mit einer Knieverletzung wiederum vorzeitig beenden musste, ist seine schwingerische Zukunft vollends unklar.

Pascal Piemontesi (Etoy), ein körperlich robuster Standschwinger, seine technischen Fähigkeiten sind jedoch beschränkt. Nach seinen ersten Kranzfestsiegen im Jahr 2013 ist sein Höhenflug nicht in diesem Masse weitergegangen (kein weiterer Kranzfestsieg).

 

Iris Oberholzer

Redaktion

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