Roger Rychen gewinnt zum Saisonauftakt

Der 24-jährige Glarner Roger Rychen hat den 118. Berchtold-Schwinget in der Saalsporthalle in Zürich gewonnen. Der Landwirt gewann alle sechs Gänge, im Schlussgang gegen den Berner Oberländer Jonas Lengacher.
Roger Rychen (rechts gegen Jonas Lengacher) sorgte in Zürich für eine saftige Überraschung. (Foto: Werner Schaerer).

Ein Fest geprägt von einigen zum Teil saftigen Überraschungen endete mit einem Sieg des Glarners Roger Rychen. Nach den Siegen am Hallenschwinget Niederurnen und am Bergschwinget Klöntal (beide 2014) feierte der Standschwinger seinem dritten Festsieg, den Ersten ausserhalb seines Kantons Glarus. Rychen erwischte einen Traumtag und gewann alles sechs Gänge. Im Schlussgang, in der vierten Minute, auch gegen Jonas Lengacher. Der Berner Oberländer seinerseits gewann vier Duelle und teilte im zweiten Gang mit dem Appenzeller Michael Bless die Punkte. Am Ende blieb dem Berner Bergkranzer Rang 4a.

Kein Eidgenosse im Schlussgang
Nicht nach Plan lief es den vier angetretenen Eidgenossen. Am besten hielt sich der Appenzeller Michael Bless, der hinter dem Schwyzer Andreas Höfliger auf Rang drei kam. Bless hatte das gleiche Notenblatt wie Lengacher, aber die schlechteren Noten. Im letzten Gang besiegte Bless Christian Brand.

Bruno Nötzli vergab seine Chancen mit einer zweiten Punkteteilung im vierten Gang gegen Samir Leuppi. Im Anschwingen gelang es dem Schwyzer Topfavorit Daniel Bösch eine Punkteteilung abzutrotzen. Als zweitbester Eidgenosse belegte der Höfner Rang 5a.

Daniel Bösch erwischte schlechten Start
Gar nicht nach Wunsch lief es Unspunnen-Sieger Daniel Bösch. Ihm gelang im ersten Wettkampfsteil gegen Bruno Nötzli, Nick Alpiger und Michael Bächli kein einziger Sieg. Mit drei Gestellten fand er sich zur Halbzeit so weit hinten wie lange nicht mehr. Dem fünffachen Kranzfestsieger der Saison 2014 fehlte die Spritzigkeit. Zumindest gewann er am Nachmittag alle drei Begegnungen, zu mehr als Rang 9b reichte es aber nicht mehr. Der vierte Eidgenosse im Teilnehmerfeld, Gerry Süess, gab den Wettkampf nach drei Gängen auf. Aus familiären Gründen nicht zum Wettkampf angetreten war Raphael Zwyssig.

 

Kommentare