Oberaargauisches: Kämpf doppelt nach

Sechs Tage nach seinem Sieg am Mittelländischen Schwingfest hat Bernhard Kämpf auch das Oberaargauische Schwingfest gewonnen. Er bezwang im Schlussgang Curdin Orlik. Ohne Kranz blieb Schwingerkönig Matthias Glarner bei seinem Comeback.
Sieger am Oberaargauischen Schwingfest in Grafenried: Bernhard Kämpf. (Foto: Bettina Keusen)

Bernhard Kämpf ist im Kanton Bern derzeit der Schwinger der Stunde. Nachdem er vor sechs Tagen bereits das Mittelländische Schwingfest zu seinen Gunsten entscheiden konnte, gewann er in Grafenried vor 6200 Zuschauern auch das Oberaargauische Schwingfest. Kämpf gewann fünf seiner sechs Duelle, zuletzt siegte er im Schlussgang gegen Curdin Orlik. Einzig gegen Titelverteidiger Matthias Aeschbacher fand der Berner Oberländer kein Rezept und musste sich mit einem Gestellten zufrieden geben. Für den 31-Jährigen ist es der 7. Kranzfestsieg in seiner Laufbahn.

Curdin Orlik lange Mann des Tages
Schlussgangverlierer Orlik war lange Zeit der Mann des Tages und gewann als einziger der 177 Schwinger im Feld die ersten vier Gänge. Trotz des Unentschiedens im fünften Gang gegen Remo Käser reichte es ihm in den Schlussgang. Dort konnte er schliesslich einem linken Gammen von Kämpf nach einem eigenen Kurzangriff nichts mehr entgegensetzen und musste die Niederlage einstecken.

Kein Kranz für Schwingerkönig
Beim Comeback nach langer Verletzungspause kam Schwingerkönig Matthias Glarner gut aus den Startlöchern und war nach vier Gängen mit drei Siegen und einem Gestellten gar auf Kurs in Richtung Schlussgang. Doch ein Gestellter im fünften Gang und eine Niederlage im sechsten Gang gegen Janic Voggensperger führten am Ende gar dazu, dass er den Kranzgewinn verpasste. Für den Schwingerkönig von 2016 war aber nicht der sportliche Erfolg im Vordergrund, sondern der Test, ob er die körperlichen Strapazen aushalten kann. Diesbezüglich werden die kommenden Tage zeigen, wie es ging. Den nächsten Einsatz hat Glarner für den Abendschwinget in Lungern angekündigt. Dieser Anlass findet am kommenden Samstag, 15. Juni, statt. 

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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