Matthias Glarner meldet sich zu Wort

Durch eine Medienmitteilung des Managements von Matthias Glarner ist bekannt geworden, dass sich Matthias Glarner bereits wieder auf dem Weg der Besserung befindet. In den nächsten vier Monaten ist eine sportliche Betätigung aber ausgeschlossen.
Matthias Glarner ist bereits wieder auf dem Weg der Besserung. (Foto: zvg)

Offizielle Medienmitteilung vom Management von Matthias Glarner

Im Nachgang zum gestrigen Unfall von Schwingerkönig Matthias Glarner konnte man seitens Familie und engstem Umfeld von einer sehr grossen Anteilnahme Kenntnis nehmen. Gestern wurden alle bekannten und erhärteten Fakten kommuniziert. Mit dieser Medienmitteilung möchten wir in Absprache mit der Familie weitere Informationen geben.

Matthias Glarner wurde gestern am späteren Nachmittag operiert. Die detaillierten Informationen aus medizinischer Sicht werden in einem nachfolgenden Teil abgehandelt. Matthias Glarner hat die Operation gut überstanden und befindet sich in einem stabilen Zustand. Zu seinem Unfall hat er ein erstes persönliches Statement abgegeben:

Statement Matthias Glarner
"Ich bin froh, dass die Operationen plangemäss verlaufen sind. Ich bin mir auch bewusst, dass ich sehr viel Glück gehabt habe. Am besten ist es aber, wenn ich mir gar nicht allzu viele Gedanken mache, was noch hätte passieren können. Ich möchte an dieser Stelle allen für die sehr grosse Anteilnahme danken."

Eine aktuelle Beurteilung aus medizinischer Sicht wurde durch Professor Siebenrock vorgenommen und liegt uns vor:

Statement Professor Siebenrock
"Herr Glarner hat beide grössere Operationen gestern Nachmittag gut überstanden. Das Becken hat sich ohne Probleme mit einer Platte und Schrauben stabilisieren lassen. Das Sprunggelenk konnte ebenfalls mit 2 Schrauben stabilisiert werden. Es fand sich im Sprunggelenk jedoch ein grösserer Knorpeldefekt (1.5 x 1.5 cm) welcher durch eine Knorpelersatzplastik gedeckt wurde. Insgesamt muss M. Glarner nun das linke Bein während 2 Monaten mit Gehstöcken entlasten. Danach beginnt die Rehabilitation und die zunehmende Belastung des Beines. Sportliche Aktivitäten können nicht vor 4 Monaten aufgenommen werden."

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob der Sicherheit genügend Bedeutung zugemessen wurde. Dazu kann Folgendes festgehalten werden. Die Arbeit auf Masten und Gondeln gehören zum Alltag von Mitarbeitern einer Bergbahn. Diese Arbeiten setzen eine entsprechende Ausbildung und Sachkenntnis voraus. Nach Rücksprache mit Theo Horat, Leiter Betrieb + Technik bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, kann dazu weiter gesagt werden: Matthias Glarner verfügt über die entsprechenden Ausbildungen und die Qualifikationen um Arbeiten in der Höhe und am Seil erledigen zu können. Er hat in den vergangenen Jahren solche Arbeiten erledigt. Er hat bei den letzten Revisionsarbeiten sogar ein Revisionsteam geleitet.

Bei den gestrigen Arbeiten und dem damit verbundenen Fotoshooting trug Matthias Glarner seine persönliche Sicherheitsausrüstung (PSA) und war demzufolge korrekt gesichert. Was letztlich dann zum Umfall geführt hat, ist Bestandteil der Abklärungen durch die Untersuchungsbehörden.

Die Familie bitte um Verständnis, dass im Moment keine weiteren Angaben gemacht werden können. In den nächsten Tagen folgen weitere Informationen.

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