ISAF: Alpigers grösster Triumph

Sechs Jahre nach Bruno Gisler (2013 in Emmen) gelingt den Nordwestschweizern wieder der Sieg am Innerschweizer Teilverbandsfest. Für den Lenzburger Nick Alpiger der grösste Sieg seiner Laufbahn
Sieger Nick Alpiger mit Stier "Maestro". (Bild: Tobias Meyer)

Damit hatten wohl die Wenigsten gerechnet. Schon nach knapp 30 Sekunden lag Christian Schuler im Schlussgang auf dem Rücken. Alpiger konterte einen Kurzangriff von Schuler mit Lätz. Alpigers Sieg ist hochverdient, duellierte er sich doch mit fünf Eidgenossen. Andi Imhof, Reto Nötzli und Nichteidgenosse Damian Egli bezwang er, anschliessend stellte er im ersten Aufeinandertreffen mit Schuler. Schon in diesem Duell hatte der Lenzburger Vorteile. Gegen den nach vier Gängen führenden Benji von Ah sicherte sich der Aargauer die Schlussgangteilnahme.  Für Alpiger ist es der fünfte Kranzfestsieg, der erste an einem Teilverbandsfest. In dieser Saison hatte er bereits am Baselstädter gewonnen.

Von Ah diktierte bis zum Ausstich
Joel Wicki fehlten die Noten für den Schlussgangeinzug. Nach einem Gestellten gegen Kilian von Weissenfluh gewann er sämtliche Duelle, was den Ehrenplatz ergab. Der zweite grosse Innerschweizer Trumpf Pirmin Reichmuth war schon am Mittag mit einem Gestellten gegen Armon Orlik sowie einer unerwarteten Niederlage gegen Benji von Ah zurückgebunden. Von Ah war der Mann der ersten vier Gänge, wo er lauter Siege einfuhr. Mit der Niederlage gegen Alpiger verspielte er seine Chancen. Zuletzt stellte er mit Sven Schurtenberger. Schurtenberger war nach fünf Gängen punktgleich mit Alpiger und Schuler, wies aber ein bescheidenes Notenblatt auf. Christian Schuler hatte sich in den ersten fünf Gängen mit drei Eidgenossen gemessen, Nick Alpiger gar mit vier.

Drei Schwinger mit fünf Gewonnenen
Der stärkste Gast, Armon Orlik, stellte einzig zum Auftakt mit Pirmin Reichmuth. Ihm fehlten wie Wicki die Noten, gewann aber wie Wicki auch, fünf von sechs Duellen. Er findet sich im Rang drei wieder. Zuletzt bezwang er Erich Fankhauser. Nach fünf Siegen an fünf Kranzfestteilnahmen, musste der Maienfelder erstmals Anderen den Vortritt gewähren. Nick Alpiger, Joel Wicki und Armon Orlik beendeten das Fest alle mit fünf gewonnenen Gängen. Insgesamt wurden 31 Kränze abgegeben. Neukranzer gab es keine. Krankheitshalber nicht am Start war Andreas Ulrich. Von den Gästen gewannen nebst Alpiger und Orlik, auch der Freiburger Benjamin Gapany sowie der junge Berner Kilian von Weissenfluh Eichenlaub. (JHE)

Jakob Heer

Redaktion

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