Gibt es vier neue ESAF-Kranzgewinner?

Die Streichung von Bruno Gisler aus der Rangliste vom ESAF 2013 könnte auch Folgen für vier Schwinger haben. Die auf Rang 13 klassierten Werner Suppiger, Ivo Laimbacher, Christian Dick und Beat Clopath wären jetzt auch kranzberechtigt.
Werden nachträglich vier ESAF-Kränze verteilt?

Der durch den Dopingfall aberkannte Kranzgewinn am ESAF für Bruno Gisler könnte auch für vier weitere Schwinger Nachwirkungen haben. Die bestätigt auf Nachfrage von SCHLUSSGANG der Leiter der ESV-Geschäftsstelle Rolf Gasser: "Das ist korrekt und momentan Gegenstand von Abklärungen!"

Kranzquote verändert
Zur Erinnerung: In Burgdorf wurden 2013 insgesamt 42 Kränze abgegeben. Dies entspricht mit der Teilnahme von 278 Schwingern einer Quote von 15,11 Prozent! Da Bruno Gisler nun aus der Rangliste gestrichen wurde, beträgt die Quote bei 41 Kranzgewinnen und 278 Schwingern 14,75 Prozent.

Da die Quote nun unterhalb von 15 Prozent liegt, ist es möglich dem nachfolgenden Rang ebenfalls unter die Kranzgewinner zu reihen, sofern die Quote 18 Prozent nicht übersteigt. So wäre es theoretisch möglich, dass bis zu 50 Kränze (entspricht 17,99 Prozent) abgegeben werden könnten.

Vier Schwinger betroffen
Wer die Rangliste von Burgdorf im Kopf hat, weiss, dass dies in diesem Falle vier Schwinger betreffen würde. Auf Rang 13 haben sich gemäss der offiziellen Schlussrangliste der Luzerner Martin Suppiger (Nicht-Eidgenosse) sowie die drei Eidgenossen Ivo Laimbacher, Christian Dick und Beat Clopath klassiert.

Es ist nicht auszuschliessen, dass diesem Quartett nachträglich der Kranzgewinn zugesprochen wird. Der Zentralvorstand des Eidgenössischen Schwingerverbandes sowie die Technische Kommission werden dies zu entscheiden haben.

Beispiele aus anderen Sportarten
Wenn man den Vergleich mit anderen Sportarten macht, sieht man, dass dies schon einige Male angewendet wurde. So gewann der Berner Radsport-Star Fabian Cancellara 2008 in Peking im Strassenrennen die Olympia-Bronzemedaille. Nachträglich wurde diese in einem Silbermedaille umgewandelt, nachdem einer der vor ihm gelegenen Fahrer des Dopings überführt wurde. Gar vom vierten Rang auf die Bronzemedaille sprangen ebenfalls an der Olympiade 2008 die Schweizer Reiter im Teamspringen, dies ebenfalls nach einem Dopingvergehen einer vor der Schweiz gelegenen Mannschaft.

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