Erste Brücke für das ESAF 2013 über die Emme entsteht

Noch bis zum 12. April 2013 baut der Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverband der Schweizer Armee in Burgdorf im Rahmen des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2013 Burgdorf im Emmental die erste von zwei halb-permanenten Armee-Brücken über die Emme. 15 Angehörige der Armee leisten damit einen ordentlich beantragten und bewilligten Unterstützungseinsatz.

Der Bau der ersten Armee-Brücke über die Emme in Burgdorf stellt die erste bauliche Aktivität der Schweizer Armee zugunsten des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) 2013 Burgdorf im Emmental dar. Zweck der Brücke ist es, einen geordneten und sicheren Zufahrtsweg für Materiallieferungen zum Festgelände sicherzustellen.

Länge von knapp 55 Meter
Bei der Brücke handelt es sich um eine Mabey Compact 200 – jenen Brücken-Typ, der nach dem Unwetter unterhalb von Kandersteg zum ersten Mal zum Einsatz kam und der örtlichen Bevölkerung fast ein Jahr lang als provisorischer Übergang über die Kander diente. Die englische Firma Mabey produziert diese Logistik-Support-Brücke für den zivilen- und militärischen Gebrauch seit 1974. Es handelt sich dabei um eine Panelbrücke, die Hindernisse bis zu 61 Meter ohne Stützen überwinden kann. Die einzelnen Bays werden dazu verschraubt und mit Bolzen miteinander zu einer Brücke verbunden. Über feste und schwimmende Stützen können so grössere Distanzen zurückgelegt werden. Es werden entsprechend keine Pfeiler in der Emme nötig sein. Als halb-permanente Brücke an Ort und Stelle verbleibend, benötigt die Mabey-Brücke nur geringe Wartung und ist dadurch für den dauerhaften zivilen Verkehr bestens geeignet. Die Brücke in Burgdorf wird eine Länge von 54,86 Metern haben, rund 110 Tonnen wiegen und Lasten von bis zu 60 Tonnen tragen können.

Zweite Brücke folgt
Vom 13. bis zum 24. Mai wird in Burgdorf zugunsten des Eidgenössische» 2013 ebenfalls durch den Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverband eine zweite Brücke über die Emme gebaut werden. Beide Brücken werden, sobald fertiggestellt, für die Bevölkerung begehbar sein. Sie bleiben über das Fest hinaus bestehen, werden jedoch nach dem Ende aller Rückbauarbeiten auf dem Festgelände, Ende Oktober 2013, wieder vollständig abgebaut. 

Die Schweizer Armee leistet im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Verein ESAF 2013 Burgdorf im Emmental einen Einsatz zugunsten des ESAF 2013 in Burgdorf. Die Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, die in Burgdorf zugunsten des ESAF 2013 im Einsatz sind, leisten ihren Dienst vom 2. April bis zum 25. Oktober 2013. Grundlage für den Einsatz bildet die Verordnung über den Einsatz militärischer Mittel für zivile und ausserdienstliche Tätigkeiten (VEMZ). Ein VEMZ-Einsatz ist immer subsidiär. Das heisst, dass die Armee die zivilen Kräfte dort unterstützt, wo diese nicht ausreichen. Im Rahmen des Armee-Einsatzes für das ESAF 2013 übernimmt die Armee die vier Hauptaufgaben: Brücken- und Tribünenbau, Verkehrs- und Sanitätsdienst. Der Einsatz wurde auf ordentlichem Weg beantragt und bewilligt. Verantwortlich für den Armee-Einsatz zugunsten des ESAF 2013 zeichnet Divisionär Roland Favre, Komman-dant der Territorialregion 1. Den militärischen Einsatz leitet Oberst i Gst Vincent Fehr, Kommandant Waffenplatz Bern und Sand-Schönbühl. Mit der Umsetzung des Baus der beiden Brücken über die Emme wurde der Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverband betraut.

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