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ENST 2021: Blick auf die Jahrgänge

Im Gegensatz zu anderen Jahrgängen in der Vergangenheit gibt es beim ENST 2021 in keiner der drei Kategorien einen klaren Favoriten. Ein Blick auf die Jahrgänge 2004 bis 2006.
2018 in Landquart siegten Yannik Bucher mit Jahrgang 2003, Romain Collaud mit Jahrgang 2002 und Adrian Walther mit Jahrgang 2001 (von links). Wer werden 2021 ihre Nachfolger? (Foto: Lorenz Reifler)

150 Schwinger aus drei Jahrgängen (2004, 2005 und 2006) bestreiten am Sonntag, 29. August, den Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag in Schwarzenburg. Ein Blick auf die Jahrgänge zeigt, dass eine sportliche Einschätzung sehr schwierig ist. In allen drei Kategorien gibt es aber Siegesanwärter aus allen fünf Teilverbänden. Pro Kategorie sind die Startplätze wie folgt aufgeteilt:

  • BKSV (Bern) 10 Schwinger
  • ISV (Innerschweiz) 15 Schwinger
  • NOSV (Nordostschweiz) 11 Schwinger
  • NWSV (Nordwestschweiz) 7 Schwinger
  • SWSV (Südwestschweiz) 7 Schwinger

Jahrgang 2004
Als Gian Maria Odermatt am 20. Juni am Schaffhauser Ehrentag den Kranzgewinn realisierte, war klar, dass auch in Schwarzenburg zumindest einer der 150 teilnehmenden Schwinger als Kranzer startet. In den Austragungen zuvor war dies mehrfach der Fall. Es gilt aber zu beachten, dass durch die ausgefallene Saison 2020 gerade der Jahrgang 2004 keine Chance hatte, sich bei den Aktiven einzugewöhnen.

Neben Odermatt gab es weitere Schwinger, die 2021 schon in Kranznähe kamen. So auch Kevin von Wyl, gleich beim ersten Kranzfesteinsatz. Der Obwaldner, der beim Innerschweizer Nachwuchstag den 04er-Jahrgang gewann, gehört dem ausgeglichenen ISV-Team an. Bei den Bernern liessen sich Fabian Schärz und Etienne Burger gemeinsam als Sieger ausrufen.  Den Nordostschweizer Ehrentag gewann Tobias Schönenberger, ein zweiter NOSV-Trumpf neben Odermatt. In der Nordwestschweiz siegte Marius Frank (Jahrgänge 2004/2005) und in der Südwestschweiz Silvan Zbinden. Einen starken Eindruck macht bei den Romands aber auch Noah Buchs. Als Gast stand er beim Berner Kantonalen im Schlussgang.

Jahrgang 2005
Wenn man man unter den Teilnehmern beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag einen Favoriten auswählen müsste, fiele die Wahl vermutlich sehr oft auf Michael Moser. Der Emmentaler hat bei seinen ersten Einsätzen als Aktivschwinger in diesem Jahr den einen oder anderen Nadelstich setzen können. Besonders in Erinnerung bleibt sein Sieg beim U20-Rangfest in Thörigen, wo er auch einen Kranzer bezwingen konnte. Moser gelang am Berner Nachwuchs-Ehrentag auch ein klarer Kategoriensieg mit sechs Siegeskreuzen auf dem Notenblatt.

In der Nordostschweiz macht der Schwingklub Hinterthurgau Hoffnung auf gute Resultate. Elias Kundert (Sieger), Kilian Kolb und Andrin Habegger machten den Sieg am Teilverbandsfest untereinander aus. In der Nordwest- und Südwestschweiz machten Tobias Dünner und Bastien Collaud auf sich aufmerksam. Bastien ist der jüngere Bruder von Romain, der in Landquart den 02er-ENST-Jahrgang für sich entschied. In der Innerschweiz haben die Klubkollegen Tim Lustenberger und Carlo von Rickenbach mit dem Co-Sieg brilliert.

Jahrgang 2006
Wohl am schwierigsten einzuschätzen – und dies ist bei allen Austragungen am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag so – ist der jüngste teilnahmeberechtigte Jahrgang. Im Gegensatz zu den Athleten in der 04er- und 05er-Kategorie gibt es noch keine Wettkampf-Vergleiche mit den Aktivschwingern.

Sehr stark besetzt scheint aber die Innerschweiz. Der Teilverbandssieger Stefan Hurscher, Raphael Briker sowie die beiden Luzerner Elias Lüscher und Manuel Bieri bringen alles mit, um in Schwarzenburg zu brillieren. In der Südwestschweiz hat Anthony Fontaine zuletzt mit starken Leistungen aufhorchen lassen und in der Nordwestschweiz wird sicherlich auf Seriensieger Sinisha Lüscher zu achten sein. In der Nordostschweiz und im Kanton Bern siegten Simon Fäh respektive Leonardo Imboden beim Teilverbandsfest.

Wie in allen Jahrgängen beim ENST fehlen aber zumeist die Vergleiche über die Teilverbände hinaus. So ist davon auszugehen, dass der eine oder andere Name weit nach vorne prescht, den wir hier nicht aufgelistet haben. So oder so ist Spannung garantiert.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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