Ein Ass neben dem Schwingplatz

Beim Urner Kantonalschwingfest rückte Torsten Betschart mit der Schlussgangqualifikation in den Fokus. Der sympathische ETH-Absolvent arbeitet neben dem Schwingplatz an seinem Doktortitel.

Beim Unspunnen-Schwinget im vergangenen September hellte der Stern von Torsten Betschart erstmals richtig auf. Der sympathische Schwyzer Sennenschwinger bezwang gleich drei Eidgenossen und stoppte Matthias Sempach mit einem Gestellten. Liess es sich dadurch im Winter einfacher trainieren? «Natürlich hat das einen Schub gegeben», sagt Betschart. «Ich habe mein Trainingsprogramm mit sechs bis zehn Stunden pro Woche gut einhalten können.»

Dass der 27-Jährige dieses Programm so einhalten kann, ist nicht selbstverständlich. Nach seinem Abschluss als Maschineningenieur an der ETH in Zürich arbeitet er seit Anfang 2011 an seiner Doktorarbeit im Bereich Atomenergie: «Ich habe das Thema zwei Monate vor dem Unfall in Fukushima (Japan) gewählt.» 80 % seiner Tätigkeit wendet Betschart derzeit für seine Forschungsarbeit auf, 20 % für Vorlesungen. Bleibt da noch Zeit zum Trainieren? «Ja, drei Trainings in der Schwinghalle und verzeinzelte private Konditionstrainings liegen schon drin. Aber es braucht eine gute Planung.»

Am Urner Kantonalfest ging er in der Karierreleiter einen weiteren Schritt nach oben. Der nächste wäre ein Sieg an einem Kranzfest. Zu gönnen wäre es dem Schwyzer Sympathieträger. Mehr zum Urner Kantonalschwingfest in der aktuellen Ausgabe vom SCHLUSSGANG.

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