Berner Dominanz und ein Regionalfestsieg

Zwei Schwingfeste wurden am vergangenen Sonntag ausgetragen. Dabei boten die Schwinger den Zuschauern vor allem auf dem Brünig spannenden Schwingsport. Die Berner Dominanz dürfte allerdings in den anderen Verbänden Angstschübe auslösen.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Auf dem Brünig regierte der Kanton Bern. (Foto: Rolf Eicher)

Für die anderen Verbände ist es fast schon beängstigend, wie stark die Berner als Team auf dem Brünig antraten. Wäre Philipp Laimbacher, der heimliche Mann des Tages des gestrigen Brünig-Schwingets, nicht mit drei Siegen gegen Eidgenossen in den Wettkampf gestartet, hätten die Berner bereits zum Mittagessen an der Spitze ein Kantonalfest mit ausserkantonaler Beteiligung durchführen können.

... und doch nur 8 Kränze
Bei dieser Dominanz an der Spitze ist es eigentlich unglaublich, dass die Berner nur 8 der 18 Kränze einheimsten. Die Innerschweizer blieben nur ein Exemplar dahinter. Dies ist damit erklärbar, dass die ISV-Athleten im Mittelfeld eine Übermacht hatten und so zu ihren Kränzen kamen.

Wenger obenauf
Den Festsieg heimste am Ende Kilian Wenger ein. Der Oberländer wurde im Verlaufe des Wettkampfs vor allem von Daniel Bösch, Bruno Müller und im Schlussgang von Matthias Glarner hart gefordert. Gut in Szene setzte sich auch Christian Stucki mit Rang 2.

Bester Nicht-Berner war aber klar Philipp Laimbacher. Der Schwyzer wurde von allen Schwingern am härtesten eingeteilt und traf in den ersten vier Gängen nur auf Eidgenossen. Am Ende fehlte die Kraft um ganz nach vorne zu kommen. Immerhin stand der Kranzgewinn für den 32-jährigen Schwyzer nie zur Diskussion.

Forrer siegt im Königsduell, aber ...
Einen speziellen Wettkampf lieferte Arnold Forrer ab. Der Schwingerkönig von 2001 bezwang zwar im Anschwingen Matthias Sempach und fügte diesem die erste Niederlage seit knapp einem Jahr zu, doch danach kam er nicht mehr richtig auf Touren und verliess den Brünig gar ohne Kranz.

Matthias Sempach seinerseits erholte sich gut von der Niederlage gegen Forrer und gewann anschliessend vier Mal in Serie. Den Ehrenplatz vergab er im Ausstich mit dem Gestellten im letzten Gang gegen Willy Graber. Der Kranzgewinn war aber nie ernsthaft in Gefahr.

Überlegener Benjamin Gapany
Beim einzigen Regionalfest des Tages setzte sich Benjamin Gapany durch. Der Freiburger war während des ganzen Tages überlegen, so auch im Schlussgang gegen Thomas Glauser, der einen Zusatzgang bestritt. Für den 19-jährigen Gapany ist es der erste Festsieg seiner Laufbahn.

Abgesagt, respektive verschoben, wurde das Schwingfest auf der grossen Scheidegg ob Grindelwald. Der anhaltende Regen zwang die Organisatoren zur Verschiebung des Anlasses auf den kommenden Sonntag (3. August).

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