Alain Müller tritt zurück

Im Alter von 34 Jahren tritt der Wiggertaler Alain Müller per sofort vom Schwingsport zurück. Seinen grössten Erfolg feierte er 2004 am Eidgenössischen Schwingfest in Luzern, wo er die höchste Auszeichnung im Schwingsport gewann. Müller ist der zweite Rücktritt in den Farben der Luzerner Schwinger innert Kürze.
Alain Müller (links im Duell gegen Marcel Ochsner) am Rigi-Schwinget 2006. (Bild: Robert Dillier)

Alain Müller vom Schwingklub Wiggertal gewann in seiner Laufbahn insgesamt 28 Kränze. Der grösste Erfolg des Automechaniker (Werkstattchefs der Ernst Scherrer AG/Langenthal) liegt lange zurück. 2004 gewann Müller beim "Heim-Eidgenössischen" auf der Luzerner Allmend den Kranz. Nach vier Maximalnoten, einem Gestellen und zwei Niederlagen konnte er sich zum Abschluss eine Punkteteilung gegen den Berner Thomas Sempach zum Kranzgewinn leisten. Müller trug seinen Teil zur sensationellen Innerschweizer Bilanz bei, die in Luzern magistrale 20 Kränze eroberten.

Bergkränze Brünig und Rigi
Weitere bedeutende Erfolge Müllers waren die Bergkränze auf dem Brünig (2004) sowie auf der Rigi (2011). Zudem stand er 2006 in Kriens am eigenen Kantonalen gegen Martin Koch im Schlussgang. Seinen ersten Schwingerkranz erkämpfte sich Müller am Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest 2002 in Kerns. Als Hauptgrund für seinen Rücktritt nannte Müller, dass sein Körper die Strapazen nicht mehr mit mache. "Nachdem ich im November mit einem speziellen Aufbauprogramm startete, war ich in der Folge mehr bei den Ärzten und Physiotherapeuten als im Schwingkeller. Dadurch konnte ich nie richtig ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Eine Selektion für das Eidgenössische war so nicht möglich. Eine Teilnahme in Estavayer habe ich mir zum Abschluss meiner Karriere gewünscht", lässt sich Müller zitieren. 

Erst vor wenigen Tagen hatte ein anderer Luzerner, Hansjörg Gloggner, seinen Rücktritt erklärt. Damit sind aktuell noch 46 Eidgenossen, wovon 15 Innerschweizer, aktiv.

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Jakob Heer

Redaktion

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