62 Eidgenossen nach Nötzli-Rücktritt

Der Höfner Bruno Nötzli hat seinen Rücktritt erklärt. Seit seiner schweren Knieverletzung, die er sich am Rigi-Schwinget 2017 zuzog, bestritt Nötzli keine Kranzfeste mehr.
Bruno Nötzli (oben, gegen Reto Landolt) am Glarner-Bündner Schwingfest 2016 in Kantonshauptort. (Bild: Werner Schaerer)

Bruno Nötzli gewann 2009 in Le Mouret den Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag. Dies nachdem drei Jahre zuvor sich bereits sein älterer Bruder Reto beim Jahrgang 1989 den Sieg am ENST holte. Der grösste Erfolg von Nötzli war sicherlich der Kranzgewinn am Eidgenössischen Schwingfest 2013 in Burgdorf. Dazu genügte ihm im achten Gang gegen Michael Bless ein Gestellter. Drei Jahre später in Estavayer-le-Lac wurde der Schwyzer am zweiten Tag sehr hart eingeteilt und fiel am Ende um 0,25 Zähler aus den Kranzrängen.

Sieg am Luzerner
Seinen einzigen Kranzfestsieg feierte der 27Jährige am Luzerner Kantonalen 2017 in Malters, wo er in der Endausmachrung Marco Fankhauser bezwingen konnte. Am eigenen Kantonalen stand er zwei Mal im Schlussgang. 2010 in Lachen musste er Christian Schuler den Sieg überlassen, 2014 in Muotathal unterlag er Andreas Ulrich. Mit der Rigi 2017 brachte es der Schwyzer auf vier Schlussgangteilnahmen an Kranzfesten (ein Sieg). Des weiteren gewann der Landwirt sechs regionale Anlässe, darunter als Bedeutendster 2016 den Allweg-Schwinget ob Stans. Total gewann der Landwirt vom Schwingklub March/Höfe 30 Kränze, davon 1 Eidgenössischer, 6 Bergkränze und 4 an Teilverbandsanlässen. Ebenfalls siegte der Höfner 2009 am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag in Le Mouret beim Jahrgang 1992.

Fünf Siege auf der Rigi 2017
Auf der Rigi 2017 folgte ein Schwingfest, dass noch lange zu reden gab. Mit fünf gewonnenen Gängen drückte Nötzli dem Fest den Stempel auf, doch im Schlussgang gegen Joel Wicki verletzte sich der Schwyzer am Knie und konnte das Fest nicht fortsetzen. Als Ersatz musste Sven Schurtenberger unter der Dusche hervor, als Gegner von Wicki in den Ring. In diesem Duell verletzte sich beim entscheidenden Wurf des Rottalers auch noch Wicki. Nötzli erhielt mit fünf gewonnenen Gängen den Ehrenkranz. Die Diagnose nach der Rigi war niederschmetternd: Kreuzbandriss im linken Knie und Meniskus beschädigt. 2018 startete der Höfner noch am Abend-Schwinget Küssnacht, musste den Wettkampf aber nach dem ersten Gang wieder abbrechen.

Nach dem Nötzli-Rücktritt sind es aktuell 62 aktive Eidgenossen. Die Berner stellen 18 Eidgenossen, knapp vor den Inner- und Nordostschweizern ( je 17). In der Nordwestschweiz sind sieben Eidgenossen aktiv, in der Südwestschweiz drei.

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Jakob Heer

Redaktion

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