Kriessern und Willisau auf Finalkurs

08. Oktober 2022 - 22:39

wolfgang
Wolfgang Rytz

Redaktion

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Zum Auftakt der Rückrunde in der Nationalliga-A-Qualifikation haben Leader Kriessern und Meister Willisau ihre Finalambitionen mit klaren Siegen über Freiamt respektive Einsiedeln bestätigt. Im Kampf gegen den Barragekampf für den Letztklassierten setzte sich Schattdorf zu Hause gegen Oberriet-Grabs knapp durch.

Willisau geriet diesmal gegen Einsiedeln mit einer gemischten Mannschaft aus Topringern und jungen Talenten nie in Gefahr zu verlieren. Die Schwyzer gerieten schon vor der Pause 6:9 in Rückstand und waren in der zweiten Hälfte weit entfernt von einer Wende. Bei Meister Willisau gewannen die aktuellen oder ehemaligen Internationalen Tobias Portmann, Jonas Bossert, Mansur Mavlaev und Samuel Scherrer alle mit einem klaren Resultat, was bereits die „halbe Miete“ bedeutete. Auch wenn ENST-Jahrgangssieger Yanik Bucher im Team des Meisters gegen den Glarner in Einsiedler Diensten, Sascha Schmid, eine 0:18-Schlappe erlitt, war Einsiedeln diesmal weit entfernt von einer Überraschung, denn auf der Matte kamen nur noch zwei weitere Einzelsiege durch Dany Kälin und Lars Neyer hinzu.

Freiamt wieder chancenlos gegen Kriessern

Ohne den rekonvaleszenten Randy Vock und den Walliser Doppellizenzringer Tanguy Darbellay war Freiamt gegen Leader Kriessern auch zu Hause deutlich entfernt von einem Mannschaftssieg. Die Aargauer verloren sechs von zehn Mattenduellen und somit 14:22. Ein packendes Duell lieferten sich die Freistil-Nationalkaderringer Nino Leutert (Freiamt) und Dominik Laritz (Kriessern) bis 70 kg. Letzterer gewann 5:2. Freiamts Ringerschwinger Roman Zurfluh (im Bild links) zeigte sich auch nach eingeschobenen Ferien in den USA in guter Verfassung und besiegte bis 130 kg Freistil Damian Dietsche 2:1.

Wichtig war auch der Sieg von Schattdorfs Ringerschwinger Simon Marti (bis 97 kg Greco) gegen den Oberriet-Grabser Fetahu Ilir. Beim Schlussresultat von 20:18 für die Urner zählte jeder Mannschaftspunkt. Marti gewann seinen Kampf mit 13:2 Wertungspunkten. Hingegen verlor der zweite Urner Ringerschwinger, Elias Kempf, gegen Oberriets Ukrainertrainer Andrey Vishar erwartungsgemäss 0:15.
Nach Schattdorfs 11:9 Pausenführung bedeutete Nicolas Christens 7:1-Punktesieg im Greco-Nationalkaderduell gegen Maurus Zogg die Vorentscheidung. Danach feierte der auch als Nationalturner aktive Beckenrieder Benjamin Gander für Schattdorf den entscheidenden sechsten Einzelsieg gegen Oberriets Trainer Jurek Szeibinger, womit dem Aufsteiger aus dem St. Galler Rheintal der abschliessende Überlegenheitssieg nicht mehr half.

Nationalliga A, 6. Runde
RR Einsiedeln – RC Willisau Lions 14:21 (6:9)
RR Schattdorf – RC Oberriet-Grabs 20:18 (11:9)
RS Freiamt – RS Kriessern 14:22 (7:12)

Rangliste (je 6 Kämpfe)
1. RS Kriessern 12 (137:79)
2. RC Willisau Lions 10 (125:94)
3. RS Freiamt 6 (108:101)
4. RR Einsiedeln 4 (100:117)
5. RR Schattdorf 3 (89:136)
6. RC Oberriet-Grabs 1 (95:137)

7. Runde (22. Oktober)
RC Willisau Lions – RR Schattdorf (20 Uhr)
RS Kriessern – RR Einsiedeln (19 Uhr)
RC Oberriet-Grabs – RS Freiamt (19 Uhr)

Schwinger

zurfluh_romanZurfluh Roman, Mühlau AG
Marti Simon, Ufhusen
kempfeliasKempf Elias, Seedorf