Erster Kranzfestsieg für Adrian Walther am Berner Kantonalen

17. Juli 2022 - 17:34

Mit 50 Punkten und einem Vorsprung von 1,75 Zählern stand Adrian Walthers Sieg schon nach fünf Gängen fest. Sein Schlussganggegner wurde im Auschwingen ermittelt, wobei sich Fabian Staudenmann fürs finale Duell qualifizierte. Dieses Duell gewann Staudenmann, konnte aber Walther nicht mehr von der Spitze verdrängen. Adrian Walther hatte zuvor noch nie ein Kranzfest gewonnen.

Der 21-jährige Berner Mittelländer Adrian Walther demonstrierte in den ersten fünf Gänge sein riesiges Talent und bezwang sämtliche fünf Gegner mit der Maximalnote. Im fünften Umgang auch Schwingerkönig Kilian Wenger. Mit einem Vorsprung von 1,75 Punkten auf das Trio Florian Gnägi, Marco Iseli und Curdin Orlik war ihm der Sieg schon vor dem Schlussgang sicher. Dabei traf er auf Fabian Staudenmann, der nach fünf Gängen auf Rang 3b ranggiert war und seinen sechsten Gang gegen Ruedi Roschi gewann. Im Direktduell stellten Orlik und Gnägi, Iseli derweil verlor den sechsten Gang gegen Ueli Rohrer. Staudenmann hatte zuvor zwei Gestellte vorzuweisen, im Anschwingen in der Wiederholung des denkwürdigen sechsten Ganges vom Kilchberger gegen Samir Leuppi und im fünften Gang gegen die Tagesüberraschung Ueli Rohrer. Im Duell unter zwei Mittelländern setzte sich der Kilchberger Co-Sieger in der dritten Minuten mit Kurz durch, zu mehr als dem Ehrenplatz reichte es Staudenmann aber nicht mehr.

Ausfall von Ledermann
Allerdings hatte Walther bei seinem Siegeszug auch Glück. Im vierten Gang gegen Thomas Sempach wurde dem Emmentaler das Resultat in aussichtsreicher Position nicht gegeben. Adrian Walther ist der erste Mittelländer seit Klubkamerad Willy Graber (2007), der sich den Sieg am Berner Teilverbandsanlass erklamm.
Nicht am Start war Schwingerkönig Christian Stucki, der kommendes Wochenende auf dem Weissenstein sein Comeback plant. Weiter mussten die Gastgeber den Ausfall von Michael Ledermann (Schulterverletzung) in Kauf nehmen, der mit zwei Siegen optimal gestartet war. Auch gab es prominente Namen, die ohne Kopfschmuck blieben, so etwa Severin Schwander.

Die acht Gästeschwinger hatten einen erwartet schweren Stand. Mit Ausnahme von Ueli Rohrer, der im vierten Gang Matthias Aeschbacher bezwang, wurden sie vorzeitig gestoppt. Am Ende gewannen drei, Samir Leuppi, Erich Fankhauser und Ueli Rohrer, den Kranz. (JHE)

 

Anlass

Schwinger

waltheradrianWalther Adrian, Habstetten
Staudenmann Fabian, Guggisberg
Gnägi Florian, Aarberg
Orlik Curdin, Thun
iselimarcoIseli Marco, Zwieselberg
rohrerueliRohrer Ueli, Flüeli-Ranft

Ähnliche Berichte

Shop

Zum Shop