Kalenderwoche 22: Interview Andreas Henzer

04. Juni 2022 - 9:15

manubesser
Manuel Röösli

Redaktionsleitung

041 310 78 89
[email protected]

1992 begann Andreas Henzer mit dem Schwingsport. 30 Jahre später ist eine Laufbahn mit vielen Höhepunkten zu Ende gegangen. Am Baselstädtischen Schwingertag gab der 70-fache Kranzschwinger seinen Abschied. 55 Kantonalkränze, 12 Teilverbandskränze und 3 Bergkränze sowie ein Kranzfestsieg zieren seine tolle Laufbahn.

Andreas Henzer, wie fühlen Sie sich ein paar Tage nach dem letzten Schwingfest?
Andreas Henzer: Körperlich geht es mir schlechter als mental. Ich habe mich im vierten Gang an der Schulter verletzt und danach war es schwierig mit nur einer gesunden Schulter zu schwingen. Emotional hat aber alles gepasst beim letzten Schwingfest. Es war ein schöner Tag.

Wie haben Sie Ihren letzten Einsatz am Auffahrts-Donnerstag erlebt?
Henzer: Wie schon gesagt, habe ich mich sehr gut gefühlt und konnte es geniessen. Es war am Morgen auch nicht anders als anderen Schwingfesten, weil ich im Vorfeld ja genügend Zeit hatte, mir zu überlegen, wann der Moment des Abschiedes kommt. Der Baselstädtische Schwingertag 2022 war von mir bewusst gewählt worden. Ein Einsatz am Eidgenössischen kam für mich gar nicht mehr in Frage, darum habe ich mich auch schon als Helfer angemeldet.

Wäre der Abschied ohne Corona früher geplant gewesen?
Henzer: Ich wollte ursprünglich 2018 schon abtreten, da kam mir aber eine Verletzung dazwischen. Und Corona hat mich dann auch noch älter gemacht (schmunzelt). Rein körperlich habe ich mich eigentlich immer wohl gefühlt. In letzter Zeit liess das nach und das hat mich auch beschäftigt.

Blicken wir auf Ihre Laufbahn zurück. Auf was sind Sie rückblickend am Meisten Stolz?
Henzer: Man muss es im Gesamten anschauen, Erfolge, aber auch Niederlagen. Es gab Anlässe beim Nachwuchs, da war ich an allerletzter Stelle, habe aber die Freude am Schwingsport nie verloren. Natürlich sind die Bergkränze hervozuheben, vor allem jener auf dem Weissenstein, den ich nach vielen Anläufen im hohen Alter noch ergattern konnte. Aber auch die Schlussgänge an den Kranzfesten bleiben in Erinnerung. Am Ende hat jeder Kranzgewinn eine schöne Geschichte geschrieben.

Bleiben Sie dem Schwingsport auch nach der Aktivlaufbahn erhalten?
Henzer: Ich werde das Amt als Technischer Leiter im Klub bis ESAF noch ausführen. Mein Ziel ist es, dass unter meiner Leitung ein Schwinger den ESAF-Kranz gewinnt. Bisher habe ich das noch nicht geschafft, 2022 aber zwei heisse Eisen im Feuer. Danach werde ich sicherlich regelmässig an Schwingfesten anzutreffen sein. Es gibt ja nichts Schöneres, als ein Schwingfest zu besuchen.

Anlass

Ähnliche Berichte

Shop

Zum Shop
Kalenderwoche 22: Interview Andreas Henzer

04. Juni 2022 - 9:15

manubesser
Manuel Röösli

Redaktionsleitung

041 310 78 89
[email protected]

1992 begann Andreas Henzer mit dem Schwingsport. 30 Jahre später ist eine Laufbahn mit vielen Höhepunkten zu Ende gegangen. Am Baselstädtischen Schwingertag gab der 70-fache Kranzschwinger seinen Abschied. 55 Kantonalkränze, 12 Teilverbandskränze und 3 Bergkränze sowie ein Kranzfestsieg zieren seine tolle Laufbahn.

Andreas Henzer, wie fühlen Sie sich ein paar Tage nach dem letzten Schwingfest?
Andreas Henzer: Körperlich geht es mir schlechter als mental. Ich habe mich im vierten Gang an der Schulter verletzt und danach war es schwierig mit nur einer gesunden Schulter zu schwingen. Emotional hat aber alles gepasst beim letzten Schwingfest. Es war ein schöner Tag.

Wie haben Sie Ihren letzten Einsatz am Auffahrts-Donnerstag erlebt?
Henzer: Wie schon gesagt, habe ich mich sehr gut gefühlt und konnte es geniessen. Es war am Morgen auch nicht anders als anderen Schwingfesten, weil ich im Vorfeld ja genügend Zeit hatte, mir zu überlegen, wann der Moment des Abschiedes kommt. Der Baselstädtische Schwingertag 2022 war von mir bewusst gewählt worden. Ein Einsatz am Eidgenössischen kam für mich gar nicht mehr in Frage, darum habe ich mich auch schon als Helfer angemeldet.

Wäre der Abschied ohne Corona früher geplant gewesen?
Henzer: Ich wollte ursprünglich 2018 schon abtreten, da kam mir aber eine Verletzung dazwischen. Und Corona hat mich dann auch noch älter gemacht (schmunzelt). Rein körperlich habe ich mich eigentlich immer wohl gefühlt. In letzter Zeit liess das nach und das hat mich auch beschäftigt.

Blicken wir auf Ihre Laufbahn zurück. Auf was sind Sie rückblickend am Meisten Stolz?
Henzer: Man muss es im Gesamten anschauen, Erfolge, aber auch Niederlagen. Es gab Anlässe beim Nachwuchs, da war ich an allerletzter Stelle, habe aber die Freude am Schwingsport nie verloren. Natürlich sind die Bergkränze hervozuheben, vor allem jener auf dem Weissenstein, den ich nach vielen Anläufen im hohen Alter noch ergattern konnte. Aber auch die Schlussgänge an den Kranzfesten bleiben in Erinnerung. Am Ende hat jeder Kranzgewinn eine schöne Geschichte geschrieben.

Bleiben Sie dem Schwingsport auch nach der Aktivlaufbahn erhalten?
Henzer: Ich werde das Amt als Technischer Leiter im Klub bis ESAF noch ausführen. Mein Ziel ist es, dass unter meiner Leitung ein Schwinger den ESAF-Kranz gewinnt. Bisher habe ich das noch nicht geschafft, 2022 aber zwei heisse Eisen im Feuer. Danach werde ich sicherlich regelmässig an Schwingfesten anzutreffen sein. Es gibt ja nichts Schöneres, als ein Schwingfest zu besuchen.

Ähnliche Berichte

Shop

Zum Shop