Kalenderwoche 20: Interview Philipp Schuler

21. Mai 2022 - 8:30

manubesser
Manuel Röösli

Redaktionsleitung

041 310 78 89
[email protected]

Philipp Schuler hat am Schwyzer Kantonalschwingfest sein letztes Schwingfest bestritten und dabei nochmals einen Kranzgewinn realisiert. Wie der 49-fache Kranzschwinger in die Zukunft blickt, verrät er im Interview.

Philipp Schuler, am 12. Mai Geburtstag und am 15. Mai letztes Schwingfest. Wie haben Sie diese Tage erlebt?
Philipp Schuler: Ich bin ums Feiern gar nicht mehr herumgekommen. Den Geburtstag habe ich mit der Familie und Freunden, die zu Besuch kamen, geniessen können. Danach stand aber schon das Schwingfest im Fokus. Am Sonntagmorgen vor dem Wettkampf kamen viele Schwinger auf mich zu und wünschten Glück, da war es im ersten Moment schwierig den Fokus zu halten. Es ging dann je länger der Tag dauerte besser.

Wie lange wussten Sie schon, dass das Schwyzer 2022 Ihr letztes Fest sein wird?
Schuler: Das Ende der Laufbahn war ursprünglich auf das Schwyzer Kantonalschwingfest 2020 angedacht. Aufgrund der Verschiebung war aber schnell klar, dass dies auch für mich zu einer Verlängerung der Laufbahn führen wird. 2022 ist ja ein eidgenössisches Jahr und als ich im Herbst und Frühjahr merkte, dass es eigentlich noch gut geht, kamen Gedanken auf die ganze Saison durchzuziehen. Im März aber startete der Bau einer Gewerbehalle und da spürte ich schnell, dass dies nicht mehr miteinander vereinbar ist. So fiel der finale Entscheid zum Rücktritt in Muotathal Ende März. Zudem habe ich doch einige Berührungspunkte mit Muotathal. Vor 30 Jahren bestritt ich dort den ersten Jungschwingertag und zudem ist auch meine Frau aus diesem Gebiet. So passte der Standort für das letzte Schwingfest perfekt.

Der Kranzgewinn ist das Sahnehäubchen. Wie wichtig war Ihnen dieser Abschluss?
Schuler: Natürlich wollte ich die einzelnen Gänge geniessen, aber der Kranzgewinn war schon das grosse Tagesziel. Ich habe die Aggresivität, die es dafür braucht, hingekriegt. Und am Ende war es natürlich noch schöner den Abschluss zu geniessen mit dem Kranz auf dem Kopf.

Mit Blick auf Ihre sportliche Laufbahn, was wird Ihnen immer in Erinnerung bleiben?
Schuler: Es sind verschiedene Teile, die mir in Erinnerung bleiben. Der erste Kranzgewinn war natürlich speziell, auch der erste Kranzgewinn gemeinsam mit Bruder Christian. Ebenfalls gut in Erinnerung bleiben mir der Auftritt am Eidgenössischen 2001 in Nyon, als ich als junger Athlet ein gutes Notenblatt vorweisen konnte, sowie die erfolgreichen Auftritte an den Bergkranzfesten. Über das Sportliche hinaus sind es aber auch Freundschaften, über die Teilverbandsgrenze hinaus, die entstanden sind und natürlich stetig gepflegt werden.

Als Präsident vom Schwingklub Einsiedeln bleiben Sie dem Schwingsport hoffentlich noch lange erhalten. Was sind Ihre Zukunftspläne aus schwingerischer Sicht?
Schuler: Zuerst einmal möchte ich das Amt des Präsidenten gut ausführen. Der Schwingklub Einsiedeln feiert 2025 sein 100-Jahr-Jubiläum und führt in diesem Jahr auch das Schwyzer Kantonalschwingfest durch. Dies möchte ich gut über die Bühne bringen, das bin ich dem Schwingklub auch schuldig. Was danach kommt, kann ich noch nicht sagen. Ich werde aber wenn immer möglich auch die Nachwuchs- und Aktivschwinger unterstützen. Ich finde, dass dies nach Rücktritten vom Schwingsport von allen so gepflegt werden müsste.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Schwingsports?
Schuler: In erster Linie ist es wichtig, dass wir die Schwingerzahlen halten oder gar steigern können. Gerade im Kanton Schwyz braucht es da in den kommenden Jahren viel Einsatz. Die aktiven Schwinger sind es, die unseren schönen Sport nach aussen tragen.

Anlass

Schwinger

schuler_philippSchuler Philipp, Rothenthurm

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21. Mai 2022 - 8:30

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Philipp Schuler hat am Schwyzer Kantonalschwingfest sein letztes Schwingfest bestritten und dabei nochmals einen Kranzgewinn realisiert. Wie der 49-fache Kranzschwinger in die Zukunft blickt, verrät er im Interview.

Philipp Schuler, am 12. Mai Geburtstag und am 15. Mai letztes Schwingfest. Wie haben Sie diese Tage erlebt?
Philipp Schuler: Ich bin ums Feiern gar nicht mehr herumgekommen. Den Geburtstag habe ich mit der Familie und Freunden, die zu Besuch kamen, geniessen können. Danach stand aber schon das Schwingfest im Fokus. Am Sonntagmorgen vor dem Wettkampf kamen viele Schwinger auf mich zu und wünschten Glück, da war es im ersten Moment schwierig den Fokus zu halten. Es ging dann je länger der Tag dauerte besser.

Wie lange wussten Sie schon, dass das Schwyzer 2022 Ihr letztes Fest sein wird?
Schuler: Das Ende der Laufbahn war ursprünglich auf das Schwyzer Kantonalschwingfest 2020 angedacht. Aufgrund der Verschiebung war aber schnell klar, dass dies auch für mich zu einer Verlängerung der Laufbahn führen wird. 2022 ist ja ein eidgenössisches Jahr und als ich im Herbst und Frühjahr merkte, dass es eigentlich noch gut geht, kamen Gedanken auf die ganze Saison durchzuziehen. Im März aber startete der Bau einer Gewerbehalle und da spürte ich schnell, dass dies nicht mehr miteinander vereinbar ist. So fiel der finale Entscheid zum Rücktritt in Muotathal Ende März. Zudem habe ich doch einige Berührungspunkte mit Muotathal. Vor 30 Jahren bestritt ich dort den ersten Jungschwingertag und zudem ist auch meine Frau aus diesem Gebiet. So passte der Standort für das letzte Schwingfest perfekt.

Der Kranzgewinn ist das Sahnehäubchen. Wie wichtig war Ihnen dieser Abschluss?
Schuler: Natürlich wollte ich die einzelnen Gänge geniessen, aber der Kranzgewinn war schon das grosse Tagesziel. Ich habe die Aggresivität, die es dafür braucht, hingekriegt. Und am Ende war es natürlich noch schöner den Abschluss zu geniessen mit dem Kranz auf dem Kopf.

Mit Blick auf Ihre sportliche Laufbahn, was wird Ihnen immer in Erinnerung bleiben?
Schuler: Es sind verschiedene Teile, die mir in Erinnerung bleiben. Der erste Kranzgewinn war natürlich speziell, auch der erste Kranzgewinn gemeinsam mit Bruder Christian. Ebenfalls gut in Erinnerung bleiben mir der Auftritt am Eidgenössischen 2001 in Nyon, als ich als junger Athlet ein gutes Notenblatt vorweisen konnte, sowie die erfolgreichen Auftritte an den Bergkranzfesten. Über das Sportliche hinaus sind es aber auch Freundschaften, über die Teilverbandsgrenze hinaus, die entstanden sind und natürlich stetig gepflegt werden.

Als Präsident vom Schwingklub Einsiedeln bleiben Sie dem Schwingsport hoffentlich noch lange erhalten. Was sind Ihre Zukunftspläne aus schwingerischer Sicht?
Schuler: Zuerst einmal möchte ich das Amt des Präsidenten gut ausführen. Der Schwingklub Einsiedeln feiert 2025 sein 100-Jahr-Jubiläum und führt in diesem Jahr auch das Schwyzer Kantonalschwingfest durch. Dies möchte ich gut über die Bühne bringen, das bin ich dem Schwingklub auch schuldig. Was danach kommt, kann ich noch nicht sagen. Ich werde aber wenn immer möglich auch die Nachwuchs- und Aktivschwinger unterstützen. Ich finde, dass dies nach Rücktritten vom Schwingsport von allen so gepflegt werden müsste.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Schwingsports?
Schuler: In erster Linie ist es wichtig, dass wir die Schwingerzahlen halten oder gar steigern können. Gerade im Kanton Schwyz braucht es da in den kommenden Jahren viel Einsatz. Die aktiven Schwinger sind es, die unseren schönen Sport nach aussen tragen.

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