Willisaus nach Tumulten zum 16. Mal Meister

11. Dezember 2021 - 20:24

wolfgang
Wolfgang Rytz

Redaktion

041 310 78 89
[email protected]

Im zweiten Final der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen hat der Ringerclub Willisau gegen Freiamt einen 4:12-Rückstand zur Pause auf 17:16 gewendet. Die Luzerner gewinnen damit ihren 16. Titel. Zum Eklat kam es im Kampf bis 86 kg Freistil, als Freiamts Tschetschene Magomed Aischkanow mit einem gefährlichen Griff das Willisauer Lager provozierte. Der Russe zeigte dem Publikum den Stinkefinger, als dieses Bierdosen auf die Matte warf. Die Kampfrichter disqualifizierten Aischkanow, der 14:0 geführt hatte. Danach spielte der Titelverteidiger seine Stärke in den mittleren Gewichtsklassen aus.
Für die Entscheidung zugunsten des Titelverteidigers sorgte Mansur Mavlaev im abschliessenden Kampf gegen Joel Meier. Er gewann 10:0 und gestand dem Freiämter keinen Punkt zu. Ein solcher hätte zu einem dritten Finalkampf geführt.
In den ersten fünf Einzelkämpfen hatten die Freiämter vermeintlich sichere acht Mannschaftspunkte Reserve herausgerungen. Alle Aargauer erfüllten ihr Soll oder holten sogar mehr als erwartet für die Teamwertung heraus. Freiamts Schwingerringer Roman Zurfluh verlor gegen den 27 kg schwereren Bulgaren Delian Alishahi nur mit 0:4 Wertungspunkten, womit er den erwarteten "Schaden" in Grenzen halten konnte. Doch am Ende spielte dies angesichts der Unsportlichkeit von Magomed Aischkanow keine Rolle mehr. Ein "Stinkefinger" entschied die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Sowohl Willisaus Präsident Sven Hirschi wie sein Freiämter Amtskollege Nicolas Küng sprachen von einem unbefriedigenden Ende. Ligachef Gabriel Christen kündete an, dass der Verband angesichts solcher Tumulte "über die Bücher gehen muss."
 

Nationalliga A. Final (best of three)
2. Kampf: Willisau – Freiamt 17:16 – Stand: 2:0. – Willisau zum 16. Mal Schweizer Mannschaftsmeister.

RC Willisau – RS Freiamt 17:16 (4:12)
BBZ. – 1500 Zuschauer. – KR: Zimmermann (Motzer/Fässler).
57 kg G: Timon Zeder – Nils Leutert 1:2 (1:1)
61 kg Freistil: Lukas Bossert – Nino Leutert 1:3 (2:9)
65 kg G: Roger Heiniger – Michael Bucher 0:3 (0:6)
70 kg F: Tobias Portmann – Randy Vock 1:2 (2:4)
75 kg G: Michael Portmann – Pascal Strebel 2:1 (4:2)
75 kg F: Mansur Mavlaev – Joel Meier 3:0 (10:0)
80 kg G: Jonas Bossert – Marc Weber 3:1 (8:2)
86 kg F: Reto Reichmuth – Magomed Aischkanow 4:0 (Disqualifikation nach 2:26)
97 kg G: Daniel Häfliger – Christian Zemp 0:4 (0:16 nach 3:14)
130 kg F: Delian Alishahi – Roman Zurfluh 2:0 (4:0).

Rückkampf um 3./4. Rang (Sonntag, 12. Dezember, 14 Uhr)
Kriessern – Einsiedeln. – Hinkampf: Einsiedeln – Kriessern 19:15.

 

 

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Willisaus nach Tumulten zum 16. Mal Meister

11. Dezember 2021 - 20:24

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Im zweiten Final der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen hat der Ringerclub Willisau gegen Freiamt einen 4:12-Rückstand zur Pause auf 17:16 gewendet. Die Luzerner gewinnen damit ihren 16. Titel. Zum Eklat kam es im Kampf bis 86 kg Freistil, als Freiamts Tschetschene Magomed Aischkanow mit einem gefährlichen Griff das Willisauer Lager provozierte. Der Russe zeigte dem Publikum den Stinkefinger, als dieses Bierdosen auf die Matte warf. Die Kampfrichter disqualifizierten Aischkanow, der 14:0 geführt hatte. Danach spielte der Titelverteidiger seine Stärke in den mittleren Gewichtsklassen aus.
Für die Entscheidung zugunsten des Titelverteidigers sorgte Mansur Mavlaev im abschliessenden Kampf gegen Joel Meier. Er gewann 10:0 und gestand dem Freiämter keinen Punkt zu. Ein solcher hätte zu einem dritten Finalkampf geführt.
In den ersten fünf Einzelkämpfen hatten die Freiämter vermeintlich sichere acht Mannschaftspunkte Reserve herausgerungen. Alle Aargauer erfüllten ihr Soll oder holten sogar mehr als erwartet für die Teamwertung heraus. Freiamts Schwingerringer Roman Zurfluh verlor gegen den 27 kg schwereren Bulgaren Delian Alishahi nur mit 0:4 Wertungspunkten, womit er den erwarteten "Schaden" in Grenzen halten konnte. Doch am Ende spielte dies angesichts der Unsportlichkeit von Magomed Aischkanow keine Rolle mehr. Ein "Stinkefinger" entschied die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Sowohl Willisaus Präsident Sven Hirschi wie sein Freiämter Amtskollege Nicolas Küng sprachen von einem unbefriedigenden Ende. Ligachef Gabriel Christen kündete an, dass der Verband angesichts solcher Tumulte "über die Bücher gehen muss."
 

Nationalliga A. Final (best of three)
2. Kampf: Willisau – Freiamt 17:16 – Stand: 2:0. – Willisau zum 16. Mal Schweizer Mannschaftsmeister.

RC Willisau – RS Freiamt 17:16 (4:12)
BBZ. – 1500 Zuschauer. – KR: Zimmermann (Motzer/Fässler).
57 kg G: Timon Zeder – Nils Leutert 1:2 (1:1)
61 kg Freistil: Lukas Bossert – Nino Leutert 1:3 (2:9)
65 kg G: Roger Heiniger – Michael Bucher 0:3 (0:6)
70 kg F: Tobias Portmann – Randy Vock 1:2 (2:4)
75 kg G: Michael Portmann – Pascal Strebel 2:1 (4:2)
75 kg F: Mansur Mavlaev – Joel Meier 3:0 (10:0)
80 kg G: Jonas Bossert – Marc Weber 3:1 (8:2)
86 kg F: Reto Reichmuth – Magomed Aischkanow 4:0 (Disqualifikation nach 2:26)
97 kg G: Daniel Häfliger – Christian Zemp 0:4 (0:16 nach 3:14)
130 kg F: Delian Alishahi – Roman Zurfluh 2:0 (4:0).

Rückkampf um 3./4. Rang (Sonntag, 12. Dezember, 14 Uhr)
Kriessern – Einsiedeln. – Hinkampf: Einsiedeln – Kriessern 19:15.

 

 

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