Saisonvorschau Teil 5: BKSV

20. April 2016 - 14:00

Am 24. April startet mit dem Zuger Kantonalfest die Kranzfestsaison 2016. Insgesamt 39 Kranzfeste werden ausgetragen, den Höhepunkt bildet das Eidgenössische Schwingfest Estavayer2016. Im Hinblick auf die wichtigste Zeit im Schwingerkalender blicken wir auf die fünf Teilverbände mit allem Wissenswerten zu den kommenden Kranzfesten. Es folgt mit dem Bernisch-Kantonalen Schwingerverband Teil 5.

Alles andere als ein Berner Schwingerkönig in Estavayer2016 wäre eine grosse Überraschung. Das Trio Matthias Sempach, Kilian Wenger und Christian Stucki ragt aus dem starken Kollektiv heraus. Einzig die Verletztensituation trübt die Berner Vorfreude. Viele Spitzenschwinger kehren von Verletzungen zurück und müssen sich zuerst wieder einleben. Zudem könnten bei grosser Dominanz des Berner Verbandes frühe Direktbegegnungen für Unruhe sorgen.

Hauptgegner?
Trotz fast einjähriger Pause bleibt Sempach das Mass aller Dinge. Er ist seit Jahren der Gejagte. Derzeit am meisten Gefahr droht ihm aus dem eigenen Lager, die Berner stellen das mit Abstand stärkste Kader aller fünf Teilverbände und haben mindestens ein halbes Dutzend Schwinger, die für den Königstitel in Frage kommen – allen voran Stucki. Dieser bringt alles mit, was es braucht. Weniger erfolgreich gestalteten sich die letzten Jahre für Wenger. Sportlich wurde er den Erwartungen seit seinem Königstitel nicht immer gerecht. Sollte keiner der Favoriten reüssieren, gibt es mit Matthias Siegenthaler, Matthias Glarner oder Florian Gnägi weitere Athleten, die zum Favoritenkreis zählen.

Einschätzung der Leader im BKSV

Matthias Glarner (Meiringen) ist seit Jahren ein Garant für Spitzenplätze. Mit seinen 31 Jahren dürfte der Kurzspezialist den Zenit seiner Karriere erreicht haben.

Florian Gnägi (Aarberg) ist im Schatten von Stucki an die nationale Spitze vorgedrungen. Einer von mehreren Bernern, der hinter dem Führungstrio für Furore sorgen kann.

Williy Graber (Bolligen) gefürchtet durch seine Qualitäten im Bodenkampf. Die Frage ist, ob er nach seiner Knieverletzung nochmals den Anschluss im Berner Kader schafft.

Bernhard Kämpf (Sigriswil) gefürchteter Konterschwinger, technisch gut ausgerüstet. Er ist in den vergangenen zwei Jahren an die nationale Spitze vorgeprescht.

Remo Käser (Alchenstorf) hinter einem halben Dutzend Athleten, die das Zeug zum König haben, drängt bereits ein neuer Name nach. Remo Käser, Sohn von Schwingerkönig Adrian Käser, ist wohl das grösste Nachwuchstalent im Kanton Bern. Mit Klubkamerad Matthias Sempach hat er einen idealen Traininspartner.

Matthias Sempach (Alchenstorf) stoppte nur eine Fussgelenksverletzung. Ist er von seiner Verletzung vollständig genesen, ist er wieder der Gejagte.

Matthias Siegenthaler (Hondrich) stand dem ganz grossen Erfolg schon mehrmals nahe. Ausgesprochener Standschwinger, der mit seinen Kurzfinten jeden Gegner bezwingen kann.

Christian Stucki (Lyss) ist der überragende Schwinger der letzten Saison. Das Einzige, was in seiner Laufbahn noch fehlt, ist der Königstitel.

Kilian Wenger (Horboden) wurde seit seinem 2010 errungenen Königstitel durch kleinere Blessuren immer wieder zurückgeworfen. Viel hängt beim Liebling der Massen davon ab, wie sein Körper mitmacht.

 

Schwinger

glarnermatthiasGlarner Matthias, Heimberg bei Thun
Gnägi Florian, Aarberg
s16_graberwillyGraber Willy, Bolligen
Kämpf Bernhard, Sigriswil
sempachmatthiasSempach Matthias, Alchenstorf
esaf16_siegenthalermatthias_mitkranzSiegenthaler Matthias, Hondrich
Stucki Christian, Lyss
Wenger Kilian, Horboden
kaeserremoKäser Remo, Burgaeschi

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