Hat Schwingen Zukunft in Städten?

04. April 2016 - 15:18

Die Mietkosten für den Berchtold-Schwinget steigen in den nächsten Jahren exorbitant an. So sehr, dass eine Zukunft in Frage gestellt werden muss. Der SCHLUSSGANG hat auch in den übrigen Städten nachgefragt.

"Der Berchtold-Schwinget steht auf der Kippe", sagt Peter Hoff gegenüber der Schwingerzeitung SCHLUSSGANG. Es sind besorgniseregende Worte. Anstelle der bisherigen 5500 Franken Miete für die Saalsporthalle, soll der Betrag auf 22'500 Franken ansteigen. Vier Mal mehr! "Die Finanzierung für die Zukufnt wäre nur durch die Unterstützung von grosszügigen Sponsoren möglich." Immerhin haben die Entscheide in der Beschickung der Gäste zu Gunsten traditioneller Anlässe wie dem Berchtold-Schwinget geholfen.

Nicht rosig, aber besser
Beim Schwingklub Zürich geht es ansonsten gut voran. "Wir profitieren derzeit davon, dass in den wichtigen Ämtern der Technischen Leiter hervorragende Arbeit geleistet wird", ergänzt Peter Hoff. Vor ein paar Jahren waren keine aktive Schwinger vorhanden, jetzt wird jedoch wieder regelmässig trainiert.

In St. Gallen hat man dank eines guten Zuspruchs aus der Agglomeration weniger Probleme Schwinger zu finden. "Wir haben auch Probleme den Schwingsport in der Stadt zu verkaufen, darum ist der Olma-Schwinget eine wichtige Gelegenheit uns zu präsentieren", sagt Marcel Gächter dem SCHLUSSGANG. Der Präsident vom Stadtverband St. Gallen hofft auch von einem möglichen Schub vom ESAF 2025, für das sich St. Gallen bewirbt.

Andere Städte, andere Sitten
In Bern und Basel ist die Situation nicht mit den Ostschweizer Städten zu vergleichen. Die Berner haben gar keinen Schwingklub, haben allerdings einen breit abgestützten Mittelländischen Schwingerverband. Die Basler haben zwar auch wenig Schwinger, sind aber immerhin jährlich durch den gut besuchten Baselstädtischen Schwingertag breit abgestützt in der Bevölkerung.

An die alten Zeiten denkt man in Luzern. Der Stadtklub ist mittlerweile nach Malters umgezogen und so sind die schwingerischen Zeiten in Luzern vorerst vorbei. Ein Hallenprojekt in der Stadt könnte dies in den nächsten Jahren aber ändern. Für Alois Boog, der 1989 als letztes Mitglied des Stadtluzerner Klubs einen ESAF-Kranz gewann, ist der Schwund in der Stadt nicht überraschend. "Politisch und kulturell ist das Leben in der Stadt anders als auf dem Land." 

Ganzer Bericht im SCHLUSSGANG
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