Schwinger der Woche: Interview Grab

01. April 2016 - 14:16

Nach über neunmonatiger Wettkampfpause ist Martin Grab erfolgreich auf die Schwingplätze zurück gekehrt. Mit vier Siegen und zwei Gestellten erreichte er am Frühjahrsschwinget Ibach Rang 1a.

Wie war das schwingerische Gefühl nach über neunmonatiger Wettkampfpause?
Martin Grab: Nach vorsichtigem Beginn lief es mir von Gang zu Gang besser.

Stört der geteilte Festsieg nach dem gestellten Schlussgang?
Grab: Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil freue ich mich, dass ich diesen Festsieg mit Klubkollege Adrian Steinauer teilen darf. Er hat diesen ebenfalls verdient.

Warum hat es trotz zwei gestellten Gängen trotzdem für Rang 1a gereicht?
Grab: Die Maximalnoten kamen nach dem gestellten ersten Gang, wie ich dies anstrebte. Gegen Christian Odermatt ging ich im vierten Gang bewusst forsch zur Sache, weil ich um seine Gefährlichkeit wusste.

Was war gegen Benjamin Gapany los? Da gerieten sie mehrmals in Schwierigkeiten.
Grab: Da fühlte ich mich wohl zu sicher und griff zu wenig konsequent an. Dies ermöglichte dem Gegner einige gute Angriffe. Aber in der letzten Minute konnte ich ihn doch noch mit einem Wyberhaken bezwingen.

Mit welcher Taktik gingen Sie in den Schlussgang?
Grab: Ich wollte gegen Ende zusetzen. Ich spürte, dass ich gegen Philipp Gloggner konditionell mithalten konnte. Aber in der letzten Aktion hat er mich trotzdem erwischt. Zu meinem Glück war die Zeit bereits abgelaufen.

Was ziehen sie für ein Fazit aus dem ersten Saisonwettkampf?
Grab: Ich habe ein gutes Gefühl. Der fünfte Gang und der Schlussgang waren hart. Das Resultat gibt mir Selbstvertrauen für die nächsten Einsätze.

Konnten Sie im Winter beschwerdefrei trainieren?
Grab: Ja, ich blicke auf einen verletzungsfreien Winter zurück. Der Aufbau verlief gut. Ich bin zuversichtlich für die neue Saison.

Stört es Sie, dass Sie auf den Schwingplätzen mitunter als "alter Mann"  tituliert werden?
Grab: Nein, ich weiss mein Alter einzuschätzen und kann mit solchen Wortlauten umgehen. Da ich mittlerweile gemeinsam mit meinem ältesten, gleichnamigen Sohn an den Schwingfesten teilnehme, wird man sich bewusst, dass man nicht mehr zur jungen Garde gehört.  

 

   
 

Schwinger

grabmartinGrab Martin, Rothenthurm

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