Schwinger der Woche: Inti Martin Suppiger

30. Oktober 2015 - 15:43

Der Wiggertaler Martin Suppiger ist der einzige Eidgenössische Kranzschwinger, der zur Zeit im Ringen in der Swiss Hutter League (Nationalliga A) im Einsatz steht. Am vergangenen Wochenende setzte er sich im Schwingerduell gegen Yanick Klausner durch. Im Interview erzählt Suppiger, wie es ihm nach seiner langen Verletzungspause geht.

Martin Suppiger, nach Ihrem verletzungsbedingten Ausfall im Mai 2014 wurde es ruhig um Sie. Wie geht es Ihnen?
Martin Suppiger: Mit meinem Gesundheitszustand bin ich zufrieden. Nach meiner am Schwyzer Kantonalen zugezogenen Knieverletzung habe ich mir diese Saison bewusst Zeit gelassen. Bei meinen Einsätzen mit der Ringerriege Hergiswil verspüre ich keinerlei Schmerzen mehr.

Sie bestritten diese Saison im Sägemehl nur zwei Regionalfeste. War dies so geplant?
Suppiger: Am Regionalfest in La Cuisinière im Berner Jura gab ich im Juni mein Comeback nach 13 Monaten Pause und erreichte auf Anhieb Rang zwei. Dazu betritt ich mit dem Menzberg-Schwinget noch ein zweites Regionalfest und in der zweiten Saisonhälfte noch zwei Nationalturntage. Ich wollte mir bei der Genesung genug Zeit lassen und bestritt deshalb bewusst keine Kranzfestanlässe.

Klingen die Kämpfe im Sägemehl aus, geht es für Sie auf den Matten weiter. Wie sind Sie dort mit Ihren Resultaten zufrieden?
Suppiger: Im Ringen läuft es von Wettkampf zu Wettkampf besser. Von den bislang ausgetragenen sieben Meisterschaftsrunden bestritt ich deren fünf, die ich alle zu meinen Gunsten entscheiden konnte. 

Am vergangenen Wochenende feierten Sie mit Hergiswil einen bedeutenden Sieg, wobei Sie sich mit einem Schwinger duellierten?
Suppiger: Der 19:18 Auswärtssieg beim amtierenden Meister Freiamt war wichtig, ist doch hinter dem aktuellen Leader Kriessern alles nahe beisammen. In meiner Gewichtsklasse traf ich auf den Aargauer Yanick Klausner, mit dem ich mich zuvor noch nie duellierte. Dabei gelang mir ein Schultersieg. Zuvor mass ich mich in den Duellen gegen Freiamt meistens mit Eidgenosse Pascal Gurtner, er fehlt dem Meister derzeit aus Verletzungsgründen. Nun wartet bereits das Luzerner Derby gegen Willisau – ebenfalls ein sehr wichtiges Duell.  

Welche Ziele haben Sie mit der Ringerriege Hergiswil?
Suppiger: Erst gilt es sich für die Halbfinals zu qualifizieren. Es ist nicht so, dass die ersten vier Plätze vergeben sind, Schattdorf hat bislang einen guten Eindruck hinterlassen. Ist die Halbfinal Qualifikation geschafft wollen wir natürlich ins Finale vorrücken. 

Was haben Sie sich für 2016 vorgenommen?
Suppiger: 2016 hat das Schwingen Priorität. Ich möchte in Estavayer meinen 2013 in Burgdorf gewonnenen Eidgenössischen Kranz bestätigen und hoffe, dass ich von Verletzungen verschont bleibe.

Schwinger

esaf16_suppigermartin_mitkranzSuppiger Martin, Willisau

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