SM Steinstossen: Hauptsiege blieben im Fricktal

13. September 2015 - 11:17

Die 29. Schweizer Meisterschaften im Steinstossen entwickelten sich zu den erwarteten Fricktaler Festspielen. Alle fünf Hauptsiege blieben im Aargau. OK-Präsident Simon Hunziker musste sich allerdings mit einem Titelgewinn begnügen. Urs Hasler und Corina Obrist feierten je zwei Schweizer-Meister-Titel. Über 1000 Zuschauer waren begeistert vom hohen Niveau mit sieben neuen Schweizer Rekorden.

An den Schweizer Meisterschaften im Steinstossen in Herznach dominierten erwartungsgemäss die einheimischen Fricktaler. Der Helliker Urs Hasler bestätigte seine ausgezeichnete Verfassung mit überlegenen Siegen mit dem 12,5- und dem 18-kg-Stein vor Titelverteidiger und Favorit Simon Hunziker. Mit dem 12,5er pulverisierte Hasler den alten Schweizer Rekord. Die Siegerweite von 13,30 m bedeutete eine Verbesserung um 69 cm. OK-Präsident und Publikumsliebling Simon Hunziker zitterte am Schluss gar um den vermeintlich sicheren Titelgewinn mit dem 40-kg-Stein. Mit dem zweitletzten Finalstoss setzte sich der Schwyzer Roman Feusi überraschend an die Spitze. Hunziker blieb ein allerletzter Versuch. Mit dem 1671. Stoss dieser Meisterschaften fiel die Entscheidung. Der Lokalmatador kam auf dieselbe Weite von 5,61 m. Dank der besseren Weite mit dem zweiten Stoss verteidigte Hunziker wenigstens diesen Titel und liess sich anschliessend frenetisch von den über 1000 Zuschauern feiern.

Corina Obrist unangetastet
Bei den Frauen kam weniger Spannung auf. Die zweifache Titelverteidigerin Corina Obrist vom STV Zuzgen war zu überlegen sowohl mit dem 6- wie mit dem 12,5-kg-Stein. Sie siegte zweimal mit grossem Vorsprung und verbesserte jeweils ihren eigenen Schweizer Rekord. Für Spannung, ja Spektakel sorgten hingegen die Junioren und Senioren mit dem 10-kg-Stein. Nach einer Serie von neuen Schweizer Rekorden gewann beim Nachwuchs der Fricktaler Leichtatletikspezialist Sandro Michel vom SV Gipf-Oberfrick und bei den älteren Semestern der Berner Oberländer Joni Jaggi.

Nahtlos ans hohe Niveau schloss Seniorenmeisterin Claudia Bosshard an. Die Zürcherin gewann ebenfalls mit massiv verbessertem Schweizer Rekord. Der siebte Rekord ging aufs Konto der brillanten Organisatoren. Der STV Herznach gewann mit seinem Topquartett die Teamwertung mit überragenden 46,28 m, was ebenfalls Rekord bedeutet. Zum Schluss der 29. Titelkämpfe schwärmte selbst der Präsident des Eidgenössischen Nationalturnverbandes, Abraham Krieger: "Das waren begeisternde Meisterschaften mit einer ausgezeichneten Organisation, einer Rekordbeteiligung, vielen Zuschauern und einem hohen Niveau wie nie zuvor."

(wr)

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