Schwinger der Woche: Inti Siegenthaler

12. September 2015 - 9:47

Der Emmentaler Matthias Siegenthaler kommt nach seiner längeren verletzungsbedingten Pause im besser in Fahrt. Am vergangenen Sonntag schwang er bei kühlen Bedingungen am Kemmeriboden-Schwinget ob Schangnau den Sieg heraus.

Matthias Siegenthaler, was bedeutet Ihnen der Sieg am Kemmeriboden-Schwinget?
Matthias Siegenthaler: Es ist schön, dass ich zum Saisonabschluss doch noch einen Festsieg erringen konnte. Nachdem ich am gleichen Anlass 2007 Rang 1c belegte, konnte ich nun den Kemmeriboden-Schwinget erstmals alleine gewinnen.

Mit welcher Taktik stiegen Sie in den Schlussgang gegen Joel Wicki?
Siegenthaler: Obwohl ich gegen denselben Gegner im vierten Gang eine Niederlage einstecken musste, lautete meine Devise offensiv zu schwingen und den Sieg zu suchen. Dies ist aufgegangen.

Was lief im vierten Gang, als Sie sich Joel Wicki im ersten Zug beugen mussten, falsch?
Siegenthaler: Ich ging nicht mit der letzten Konsequenz in dieses Duell und war aufs Guet des Kampfrichters zu wenig parat. Dies erträgt es gegen einen so starken Gegner wie ihn nicht. Ein super Zug von Joel Wicki führte gleich zum Resultat. Es war ein erneut starker Auftritt des Entlebuchers, der ein beeindruckendes Notenblatt vorweist.

Trotzdem reichte es Ihnen nach der Niederlage im vierten Gang gegen Wicki, um noch in den Schlussgang zu gelangen?
Siegenthaler: Nach dem vierten Gang war mir bewusst, dass ich nun Vollgas geben muss, sollte es mit der Schlussgangqualifikation noch klappen. Erreicht man trotz eines verlorenen Ganges die Endausmarchung, ist sicherlich auch etwas Glück dabei. Dies war letzten Sonntag auf meiner Seite.

Sind Sie mit Ihrer Rückkehr ins Sägemehl, der zweiten Saisonhälfte, zufrieden?
Siegenthaler: Ich kehrte anfangs Juli am Südwestschweizerischen nach meiner Bänderverletzung wieder auf die Sägemehlbühne zurück und verpasste dadurch die gesamte Gauverbandssaison. Zu Beginn lief es etwas harzig, doch ab dem Brünig-Schwinget ging es stetig aufwärts. Dies stimmt mich zuversichtlich für die neue Saison. 

War dies Ihr letzter Einsatz 2015?
Siegenthaler: Nein, ich werde, wenn nichts mehr dazwischen kommt, am letzten September-Sonntag noch am Schachen-Schwinget teilnehmen. Dort treten zwei Klubkameraden von mir von der Schwingbühne ab, darum möchte ich unbedingt dabei sein. Gut möglich, dass ich dort erneut auf Joel Wicki treffe, was natürlich Spannung verspricht.

 

 

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