Schwinger der Woche: Interview Stucki

28. August 2015 - 14:02

Das letzte der insgesamt 37 Kranzfeste endete mit einem überlegenen Sieg von Christian Stucki. Der Seeländer gewann am Berner Kantonalen in Seedorf alle sechs Gänge und dadurch auch die SCHLUSSGANG-Jahreswertung. Zudem wurde er zum Schwinger der Woche gekrönt.

Christian Stucki, sechs Siege und 59,75 Punkte ein Kranzfestabschluss nach Mass.
Christian Stucki: Gewinnt man an einem Teilverbandsfest alle sechs Gänge und besiegt dabei vier Eidgenossen, darf man wahrhaftig von einem perfekten Tag sprechen. Schade, dass beide Schwingerkönige, Matthias Sempach und Kilian Wenger, verletzt fehlten. 

Spürten Sie schon am Morgen, dass dies heuer Ihr Tag wird?
Stucki: Es ist mir vom ersten Gang an sehr gut gelaufen. Der Startsieg über den Innerschweizer Teilverbandssieger Andi Imhof gab zusätzlich Motivation. Ich merkte, dass der Fahrplan passt, danach lief alles nach Plan.

Im Schlussgang gegen Matthias Siegenthaler hätte Ihnen ein Gestellter zum alleinigen Sieg gereicht.
Stucki: Da ich mit 1,25 Punkten Vorsprung in den Schlussgang stieg, lagen die Vorteile auf meiner Seite. So wählte ich bewusst eine etwas vorsichtigere Taktik und schwang auf Abwarten. Schliesslich verlor ich 2014 am Bern-Jurassischen den letzten Schlussgang an einem Kranzfest gegen ihn. Am Ende ist meine Taktik aufgegangen, ich konnte Matthias Siegenthaler auskontern.

Dabei erlebten die Zuschauer noch einen Schreckensmoment…
Stucki: Ich habe mir während des Schlussganges kurz das Knie durchgestreckt. Das Ganze war aber nicht weiter beunruhigend.

Dass Sie in Ihrer engeren Heimat siegten, macht dies den Triumph noch schöner?
Stucki: Es war ein irrsinnig gut organisiertes Fest in einer beeindruckenden Arena. Nicht weit weg von meinem Zuhause zu gewinnen macht mich überglücklich. Zudem war der zweite Sieg in Serie eines Seeländers am Berner Kantonalen. Die vielen Gratulationen, die ich bekam, freuten mich sehr.

Stand am Abend noch eine grosse Feier an?
Stucki: Nein. Nach einem derartig strengen Wettkampf ist man am Abend müde. Wir haben noch etwas gegessen und genehmigten uns an der Bar auch noch einen Drink. Doch um 22 Uhr ging es Hause. Dort galt es die Grossmutter abzulösen, die auf unseren Sohn Xavier aufpasste. 

Was passiert mit dem Muni, den Sie gewonnen haben?
Stucki: Siegermuni „Hans-Adrian von Frienisberg“ geht zurück zum Besitzer. Ich habe Zuhause leider kein Platz für ihn.

 

Schwinger

Stucki Christian, Lyss

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