Schwinger der Woche: Inti Christian Stucki

24. Juli 2015 - 18:36

Christian Stucki sorgte beim vierten Bergfest der Saison, dem Weissenstein-Schwinget, für den ersten Berner Triumph. Dies nachdem die Innerschweizer die Siege auf dem Stoos, Schwarzsee und Rigi davontrugen. Der Seeländer siegte auf dem Solothurner Hausberg nach 2008 zum zweiten Mal.

Christian Stucki, Sie zeigten sich für den ersten Berner Bergfestsieg 2015 verantwortlich?
Christian Stucki: Dies ist ein prestigeträchtiger Erfolg, schon mein Vater siegte hier oben einmal, jedoch als es noch nicht um Kränze ging. Ich bin überglücklich, wie ich durch den ganzen Tag meine Leistung durchziehen konnte.

Mit sechs Siegen und 59,75 Punkten war es aber ein sehr souveräner Auftritt?
Stucki: Ganz so einfach war es nicht. Patrick Räbmatter zum Auftakt war keine leichte Aufgabe und Defensivspezialist Andreas Henzer im zweiten Gang auch nicht. Ich fand von Gang zu Gang besser in den Wettkampf, so nahm das Fest seinen Lauf.

Mit welcher Taktik sind Sie in den Schlussgang gegangen?
Stucki: Mein Vorteil war, dass ich nicht angreifen musste, da mir ein Gestellter zum Sieg gereicht hätte. Bernhard Kämpf suchte die Offensive, mit fortlaufender Gangdauer ermüdete er, was ich zu nutzen wusste.

Ist es ein Vorteil, wenn man im Schlussgang auf einen Gegner trifft, den man zuvor schon einmal bezwingen konnte?
Stucki: Bernhard Kämpfs Stärken sind mir bekannt. Dass ich ihn beim ersten Aufeinandertreffen im dritten Gang schon bezwingen konnte war gut für mein Selbstvertrauen.   

Wie verarbeiteten Sie das heftige Gewitter, dass zum Anschwingen über das Festgelände niederging?
Stucki: Wir konnten wegen des Gewitters unseren Wettkampf erst mit 30-minütiger Verspätung beginnen, doch waren die Verhältnisse für alle Athleten gleich. Mir persönlich macht es nichts aus, ob es regnet oder die Sonne scheint ist. Ich bin nicht Wetterabhängig.

Was macht Christian Stucki in den nächsten Wochen?
Stucki: Am Montag nach meinem Erfolg hiess es wieder ganz normal der Arbeit nachgehen. Sportlich folgt nun eine kleinere Pause. Da ich mit dem Schwarzsee und Weissenstein schon zwei Bergfeste bestritten habe und wir Berner noch auf der Schwägalp eingeladen sind, verzichte ich in diesem Jahr auf den Brünig-Schwinget.

Was haben Sie sich für den Schwägalp-Schwinget für Ziele gesetzt?
Stucki: Ich freue mich auf den Anlass, geniessen wir doch nach 2012 endlich wieder einmal beim Nordostschweizer Bergfest Gastrecht. Ein Sieg auf der Schwägalp fehlt mir noch. Ich hoffe, es läuft mir am 16. August ähnlich gut wie auf dem Weissenstein. 

Schwinger

Stucki Christian, Lyss

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