Schwinger der Woche: Interview Rhyner

03. Juli 2015 - 8:49

Erster Kranzfestsieg und dies gleich an einem Teilverbandsfest - der Toggenburger Michael Rhyner sorgt am Nordostschweizer Schwingfest in Wald für eine faustdicke Überraschung.

Michael Rhyner, wo stufen Sie den Sieg von Wald ein?
Michael Rhyner: Dies ist mein mit Abstand grösster Erfolg in meiner gesamten Laufbahn. Entsprechend gross ist die Freude über das Erreichte.

Daran gedacht haben Sie am Morgen, als Sie aufgestanden sind, wohl kaum?
Rhyner: Nein in keinster Art, dies ist auch für mich eine Riesenüberraschung. Mir stand heute auch das nötige Wettkampfglück bei.

Wann haben Sie zum ersten Mal an den Sieg geglaubt?
Rhyner: Ehrlichweise erst nach dem Sieg im fünften Gang, in dem ich Raphael Zwyssig platt besiegen konnte. Dass ich aber damit die Schlussgangteilnahme geschafft habe, war mir zuerst gar nicht bewusst. Kameraden wiesen mich darauf hin, dass ich in der Endausmarchung stehe.

Wie lautete Ihre Taktik im Schlussgang?
Rhyner: Marcel Kuster kenne ich gut, wir schwangen auch schon gegeneinander. Seine Schwingart passt mir in die Finger, wie man so schön sagt. Mir war bewusst, je länger der Gang dauert, desto grösser werden meine Chancen.

Wie haben Sie die Situation gesehen, die zur Entscheidung führte?
Rhyner: Wir kamen zu Boden, Marcel setzte seinen Spezial, den Münger, an. Er erreichte kein Resultat, mir war schnell bewusst, dass es für mich knapp wird, also musste ich mich so schnell wie möglich aus der ungemütlichen Lage befreien. Mit einer ruckartigen Bewegung kam ich obenauf und konnte zum Sieg überdrücken. Es war eine spezielle Situation, alles ging sehr schnell. 

Wie sieht Ihre weitere Saisonplanung aus?
Rhyner: Im Juli folgen noch das Appenzeller, die Rigi und das Bündner-Glarner. Im August steht als Höhepunkt der Schwägalp-Schwinget an. Auch werde ich noch den einen und anderen Regionalanlass bestreiten. Ich nehme es von Fest zu Fest. 

 

Schwinger

rhynermichaelRhyner Michael, Flawil

Ähnliche Berichte

Shop

Zum Shop