Schwinghalle in Attinghausen eingeweiht

18. März 2015 - 12:25

In der rekordverdächtigen Zeit von nur gerade Mal fünf Monaten wurde die neue, zweisstöckige Schwinghalle in Attinghausen erstellt. Die Feuertaufe erlebt die Schwinghalle bereits am 21. März mit dem Jungschwingertag.

150 Quadratmeter oder 15 auf 10 Meter gross ist die Sägemehlfläche in der neuen Schwinghalle Attinghausen. Am vergangenen Wochenende konnte das grosszügige Gebäude erstmals besichtigt werden. Die 40 Jahre alte Halle wurde durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt. "Ich habe eine riesige Freude, wenn ich das hier sehe und zudem sind die Bauarbeiten höchst professionell vorgenommen worden“, sagte der Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbandes, Paul Vogel.

Neben der Sägemehlfläche befinden sich Garderoben und WC-Anlagen. Im Obergeschoss gibt es einen wunderbaren Mehrzweckraum, der Platz für rund 150 Personen bietet. Daneben ist die geräumige Küche eingebaut. Ein Raum des Gebäudes wird künftig zwei Mal wöchentlich der Spielgruppe vermietet.

Traum von zwei Männern erfüllt
Vor ein paar Jahren hatten zwei Männer vom Schwingklub Attinghausen von einer solchen Halle geträumt, wie sie heute hier steht. Es waren dies der damalige Klubpräsident Beni Zurfluh und der heutige Präsident, Stefan Bissig. Die grösste Knacknuss für die beiden war die Finanzierung. Dank der breiten Unterstützung des Stimmvolkes von Attinghausen wurde einem zinslosen Darlehen in der Höhe von 100‘000 Franken und dem Nutzungsrecht für die nächsten 20 Jahre im Wert von 140‘000 Franken zugestimmt. Hinzu kommen noch die Gelder des Kantons und aller Urner Schwingklubs sowie des Innerschweizerischen Schwingerverbandes.

Der Co-Präsident der Baukommission, Beni Zurfluh, sprach gegenüber den Spendern und Sponsoren seinen grossen Dank aus. "Aber der grösste Dank gilt den fast 100 Helferinnen und Helfern, die in rund 6000 Frondienststunden, praktisch jeden Samstag, auf der Baustelle waren und mitgeholfen haben, damit der Bau auch pünktlich fertig wird." Der andere Co-Präsident Stefan Bissig ergänzt: "Hier steht ein Objekt, das von allen Vereinen getragen wird. Mit der Planung haben wir vor vier Jahren angefangen. In der rekordverdächtigen Zeit von nur einmal fünf Monaten ist dieses Mehrzweckgebäude erstellt worden."

Halle eingesegnet
"Hier ist für die Jungen etwas 'Gescheites' entstanden, denn in dieser Halle kann man trainieren", meinte Pfarrer Franz Imhof. Danach segnete er alle Räumlichkeiten des Gebäudes ein.

Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg hat Spass an der neuen Schwinghalle, denn Schwingen hat eine grosse Zukunft und ist so populär wie noch nie. Es war ein mutiger Entscheid von den Verantwortlichen diese Idee in die Wirklichkeit umzusetzen. "Für mich ist Schwingen ein höchst attraktiver Spitzensport, bei dem Wehrhaftigkeit, Fairness und Bodenständigkeit im Vordergrund stehen“, meinte der Regierungsrat.

Kantonalpräsident René Schuler: "Ihr könnt sehr stolz auf dieses heimelige, helle, moderne und grosszügige Halle sein, denn ich habe zudem festgestellt, dass hier hervorragende Arbeit geleistet wurde."

"Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass dieses Bauvorhaben verwirklicht wird, aber ich musste mich eines Besseren belehren lassen“, meinte Gemeindepräsident Karl Imholz. Diese vielseitig benutzbare Halle ist eine Bereicherung für die Schwingerhochburg Attinghausen.

(Paul Gwerder / www.schlussgang.ch)

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