Schwinger der Woche: Interview Zenger

13. März 2015 - 14:45

Der Berner Oberländer Niklaus Zenger ist einer jener Athleten, die den Saisonauftakt im Sägemehl verpassen werden. Kaum war seine Bänderverletzung ausgeheilt, verletzte er sich im Training erneut. Im Interview gibt der Neueidgenosse von Burgdorf Auskunft über die Verletzung und seine Gefühlslage.

Niklaus Zenger, letzte Woche mussten wir erfahren, dass Sie sich erneut verletzt haben? Was ist passiert?
Niklaus Zenger: Es passierte während des Trainings im Schwingkeller in Interlaken. Bei einem Kurzversuch bin ich mit dem rechten Fuss im Sägemehl hängengeblieben und habe mir den Fuss verdreht. Es hat einen Knall gegeben und ich habe sofort gespürt, dass etwas kaputt ist.

Welche Diagnose stellte man fest?
Zenger: Am Freitag ging ich noch wie gewohnt zur Arbeit, ehe ich im Verlaufe des Tages das Notfall-Zentrum in Interlaken aufsuchte, wo beim geschwollener Fuss ein erstes Mal untersucht wurde. Am darauffolgenden Montag rückte ich in Magglingen zum Sportler-WK ein, wo eine MRI-Untersuchung dann das genaue Resultat an den Tag brachte. Die unschöne Diagnose lautete: Syndesmosebänder und Aussenbänder im rechten Fuss gerissen.  In der gleichen Woche am Donnerstag begab ich mich ins Universität Spital nach Basel zu Doktor Leumann. Einen Tag später, am Freitag 6. März, wurde ich bereits operiert.

Wie geht es Ihnen derzeit?
Zenger: Bereits am Sonntag darauf durfte ich das Spital verlassen und die Heimreise ins Berner Oberland antreten. Für rund drei Wochen bin ich zum Nichtstun verurteilt und muss an Krücken gehen. Ende März wird mir ein nächster Arzttermin aufzeigen, wie es weitergeht.  

Nachdem Sie bereits die 2014 abbrechen mussten, gab es diesen neuerlichen Rückschlag auch Mental zu verarbeiten?
Zenger: 2014 verletzte ich ich mich am Seeländischen am Knie an den Bändern und musste das Jahr mitten in der Saison beenden. Die ersten wettkampfmässigen Tests anlässlich des WKs in Magglingen im Sägemehl stimmten mich positiv. Doch nach der erneuten Verletzung hatte ich anfänglich keine Lust mehr aufs Schwingen. Mittlerweile blicke ich wieder nach vorne und weiss, dass wieder eine längere Reha-Phase auf mich wartet.

Auf wann planen Sie eine Rückkehr ins Sägemehl?
Zenger: Vor dem Juni werde ich mit Sicherheit nicht mit Schwingen beginnen können. Da die meisten Gauverbandsfest im Kanton Bern im Mai stattfinden, werde ich einen Grossteil der Kranzfeste verpassen. Um im Anschluss im Juni/Juli auf die Bergfestsaison einzusteigen muss ich zu Hundert Prozent fit sein, sonst macht ein Start keinen Sinn. Erschwerend kommt hinzu, dass ich vor der neuerlich Verletzung erst seit kurzem wieder im Schwingkeller stand und ohnehin noch einen Trainingsrückstand im Sägemehl aufweise.

Wie verbringen Sie die nächsten Tage?
Zenger: Hauptsächlich zuhause, wo ich mich einem anderen Hobby widmen kann. Da ich die Ausbildung zur Jagdprüfung anstrebe, habe ich in den nächsten Tagen genügend Zeit um Theorie zu lernen.

Schwinger

s16_zengerniklausZenger Niklaus, Habkern

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