Schwinger der Woche: Inti Matthias Sempach

13. September 2014 - 8:08

Matthias Sempach hat am vergangenen Sonntag Geschichte geschrieben. Als erst zweiter Schwinger gelang es ihm als amtierender Schwingerkönig im darauffolgenden Jahr den Kilchberger Schwinget vor den Toren Zürichs zu gewinnen.

Matthias Sempach, als zweiter Schwinger nach Ernst Schläpfer gelang es Ihnen als amtierender Schwingerkönig den Kilchberger zu gewinnen?
Matthias Sempach: Der Kilchberger Schwinget ist ein eidgenössischer Anlass. Darum stufe ich den Sieg sehr hoch ein. Doch auch ein Unspunnen- oder Brünigsieg ist schön. Jeder Sieg hat seine Bedeutung auch einer an einem Regionalwettkampf.

Werten Sie den Sieg am Kilchberger noch über dem des Königstitel vor einem Jahr in Burgdorf ein?
Sempach: Der Schwingerkönigstitel ist strenger zu gewinnen, weil der Wettkampf über zwei Tage dauert. Aber es war ein fantastischer Tag, dass ich nun ein Jahr nach meinem Sieg am eidgenössischen nun erneut zuoberst stehen darf. Alles hat gestimmt, die Kulisse, das Wetter. Mein Wille war heute entscheidend.

Haben Sie Sich für den Schlussgang eine Marschroute zurechtgelegt, obwohl Ihnen ein Gestellter zum Rang 1a gereicht hätte.
Sempach: Eine Marschroute habe ich mir schon ausgedacht, dass es aber so schnell geht hat mich selbst überrascht.

Welches war Ihr strengster Gegner?
Sempach: Der dritte Gang gegen Philipp Laimbacher, den ich praktisch im letzten Zug noch auf den Rücken legen konnte. Bei einem Gestellten wäre der Festsieg schon zur Halbzeit ausser Reichweite gelangt. Dabei hatte ich auch das Glück des Tüchtigen, wie man es immer wieder nennt. Andere Athleten hatten dieses Glück nicht auf ihrer Seite wie etwa Matthias Siegenthaler.

Der fünfte Gang gegen Christian Schuler gab zu reden. Wie haben Sie die Situation gesehen?
Sempach: Ich habe beim vorherigen Zusammengreifen gemerkt, dass der Kampfrichter den Gang sehr früh frei gab. Dies habe ich beim nächsten Zusammengreifen genutzt. Mein Verhalten war aber nicht unfair, obwohl es für Christian Schuler zu schnell ging. Ich bin grundsätzlich ein Schwinger, der nach dem Guet schnell zieht.

War es auch ein Sieg Ihres Teams?
Sempach: Ganz klar, wir Berner haben ein sehr gutes Team und haben uns gegenseitig unterstützt. Aber auch mein Umfeld mit Jean-Pierre Egger an der Spitze haben mich vor jedem Gang hervorragend betreut. Ohne mein Umfeld wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen. Auf sie bin ich besonders stolz.

In den nächsten Tagen werden Sie kaum zur Ruhe kommen?
Sempach: Ich hoffe, dass sich mein Arbeitgeber grosszügig zeigt und noch ein paar Tage frei bekomme. Anschliessend schätze ich es, wenn wieder etwas Ruhe einkehrt und ich mehr Zeit für meine Freundin Heidi und meine Hobbys finde.

Haben Sie mit dem heutigen Tag die Saison abgeschlossen?
Sempach: Ja, dies war mein letztes Fest einer anstrengenden aber wunderbaren Saison 2014. 

Schwinger

sempachmatthiasSempach Matthias, Alchenstorf

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