Schwinger des Monats: Interview Florian Gnägi

05. September 2014 - 8:49

Der Seeländer Turnerschwinger Florian Gnägi hat die Wahl zum Schwinger des Monats August gewonnen. Herausragend war sein Erfolg am Berner Kantonalschwingfest in St. Imier.

Florian Gnägi eine vollauf gelungene Saison?
Florian Gnägi: Nach guter Vorbereitung im Winter begann die Saison am 3. Mai mit dem Sieg am Mittelländischen optimal.

Am Berner Kantonalschwingfest in St. Imier feierten Sie einen noch grösseren Triumph?
Gnägi: Es war mein zweiter Sieg an einem Teilverbandsfest, nach meinem Sieg 2011 am Südwestschweizerischen. Der Sieg am eigenen Kantonalen übertrifft jedoch den Sieg vor drei Jahren in der Romandie.

Schauen wir nochmals auf Ihre Gegner in St. Imier zurück?
Gnägi: Im Anschwingen konnte ich Reto Nötzli mit Fussstich bezwingen. Mit Reto Nötzli duellierte ich mich zum zweiten Male, nachdem ich gegen ihn einmal auf den Stoos die Punkte teilen musste. Mit Adrian Thomet stand mir im zweiten Gang ein kräftiger Athlet der in den Griffen schwingt gegenüber.

Im dritten Gang traffen Sie auf einen Gegner den Sie von den Jungschwingerzeiten kennen?
Gnägi: Richtig, zu Jungschwingerzeiten standen Jonas Lengacher und ich uns unzählige Male gegenüber. In der Aktivzeit duellierten wir uns komischerweise nie mehr. Ich war froh konnte ich dieses Duell zu meinen Gunsten entscheiden. 

Im vierten Gang wartete mit Matthias Glarner ein Gegner, den Sie ebenfalls bestens kannten?
Gnägi: Matthias Glarner und ich standen uns schon viel Male gegenüber, so auch in dieser Saison zum Auftakt der Kranzfestsaison im Schlussgang am Mittelländischen. Dieser Erfolg war wegweisend für mich. Nun spürte ich, dass heute viel drin liegt. 

Im fünften Gang wartete Thomas Sempach?
Gnägi: Gegen ihn verlor ich im Mai am Emmentalischen, ich war also gewarnt. Da ich mit vier Siegen zu Buche stand musste Thomas etwas riskieren. Dies kam mir zugute.

Willy Graber als Schlussgang Gegner bedeutete auch keine leichte Aufgabe?
Gnägi: Ein ähnliche Situation für mich, wie im Duell zuvor gegen Thomas Sempach. Aufgrund meines Vorsprungs musste Willy die Offensive suchen. Aus einem Konter heraus konnte ich ihn bezwingen.

Anschliessend gab es einen gebührenden Empfang durch Aarberg?
Gnägi: Am Dienstag, 19. August, wurde ich mit meiner Freundin und meiner Familie mit einer Kutsche durch die Altstadt von Aarberg gefahren. Gemeindepräsident Fritz Affolter hielt eine Festansprache. Ein unvergesslicher Moment.

Und ein ehemaliger Sieger des Berner Kantonalen gab sich auch noch die Ehre in Aarberg?
Gnägi: Ja, Johann Santschi, der das Berner Kantonale vor 25 Jahren auch in St. Imier gewann, kam ebenfalls zur Feier. Daraus entstanden spannenden Gespräche zwischen meinem und seinem Sieg anno 1989.

Schwinger

Gnägi Florian, Aarberg

Ähnliche Berichte

Shop

Zum Shop