Schwinger des Monats Juli: Inti Reto Nötzli

05. August 2014 - 16:16

Der Ausserschwyzer Reto Nötzli hat sich bei der Wahl zum Schwinger des Monats Juli durchgesetzt. Im Interview blickt der Schwyzer auf den grössten Erfolg seiner Laufbahn und seine erste Teilnahme am Brünig-Schwinget zurück.

Reto Nötzli, hat sich Ihr Leben nach dem Sieg am Innerschweizerischen Schwingfest, vom 6. Juli in Cham verändert.
Reto Nötzli: Nein, verändert hat sich grundsätzlich nichts. Ich bin immer noch der gleiche. Manchmal setzte ich mich in den folgenden Anlässen selbst zu stark unter Druck.

Werden Sie noch immer auf Ihren grossartigen Erfolg angesprochen?
Nötzli: In meiner Umgebung haben viele Leute das Innerschweizerische Schwingfest mitverfolgt. Die vielen Glückwünsche, die ich erhalte, freuen einem natürlich. Gelegentlich werde ich auch jetzt noch auf diesen Erfolg angesprochen.

Ihren nächsten Wettkampf bestritten Sie 14 Tage später im Klöntal im Glarnerland?
Nötzli: Gerne hätte ich als Gast auch diesen Regionalanlass gewonnen. Letztlich war ich aber auch mit Rang drei, den ich mit vier Siegen und zwei gestellten erreichte, zufrieden. Nachdem ich mir am Innerschweizerischen im Schlussgang das Knie angeschlagen hatte, war ich glücklich, schmerzfrei am Klöntalschwinget antreten zu können.

Wieder eine Woche später gastierten Sie auf dem Brünig?
Nötzli: Richtig, auf dem Brünig trat ich zum ersten Mal an. Bislang kannte ich die Atmosphäre nur als Zuschauer. Im diesem sehr engen Kessel vor solch einer Kulisse zu schwingen, war schon speziell.

Schwingerisch lief es Ihnen nicht nach Wunsch?
Nötzli: Nach meinem Sieg am Innerschweizerischen wurden die Gegner nicht einfacher. Im Anschwingen stand ich erstmals Christian Stucki gegenüber. Auf dieses Aufeinandertreffen freute ich mich. Den weiteren Festverlauf hatte ich mir schon anders vorgestellt. Nachdem ich die Gänge zwei und drei gewinnen konnte, wollte mir in der zweiten Tageshälfte kein Sieg mehr gelingen.

Das Missgeschick auf dem Brünig steckten Sie schnell weg. Schon eine Woche später siegten Sie als erster Athlet Ihres Schwingklubs auf dem Ricken?
Nötzli: Auf dem Ricken ist dann wieder alles aufgegangen. Dass ich der erste Sieger vom Schwingklub March-Höfe bin, der im benachbarten Gasterland auf dem Ricken den Sieg davon trug, sollte man nicht überbewerten. Früher fand der Ricken meistens am gleichen Datum wie der Brünig statt. So waren die besten Athleten unseres Klubs meistens am Brünig engagiert.

Mit welcher Taktik stiegen Sie in den Schlussgang gegen Martin Glaus?
Nötzli: Obwohl wir aus einem anderen Teilverband sind, sind wir benachbart. Daher kennt man einander. Am Siebner Herbstschwinget standen wir uns im Anschwingen schon einmal gegenüber. Ich wusste um seine Gefährlichkeit, wenn er Kurz zieht und wählte eine vorsichtige Gangart. Da ein Gestellter beiden nicht zum Sieg gereicht hätte, entwickelte sich trotzdem ein offener Schlussgang mit dem glücklicheren Ende für mich.  

Wie sieht Ihr Programm in den kommenden Wochen aus?
Nötzli: Nach dem Rickenschwinget gönne ich mir mit meiner Freundin ein paar Tage Ferien. Am kommenden Sonntag, 10. August, bin ich als Gast von Innerschweizer Verband am Berner Kantonalen in St. Imier eingeladen. Eine Woche später, beim letzten Bergkranzfest auf der Schwägalp wird die Aufgabe auch nicht einfacher. Ich strebe an beiden Anlässen den Kranz an.

Schwinger

noetzliretoNötzli Reto, Pfäffikon

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