Schwinger der Woche: Inti Christoph Bieri

26. Juli 2014 - 8:55

Christoph Bieri hat am vergangenen Samstag zum zweiten Mal nach 2010 den Sieg am Weissenstein-Schwinget errungen. Nach einem resultatlosen Schlussgang gegen Matthias Sempach klassierte sich der Aargauer gemeinsam mit Sempach und Kilian Wenger auf Platz eins.

Christoph Bieri, zweiter Sieg auf dem Weissenstein. Wie bilanzieren Sie das Fest?
Christoph Bieri: Gegen Matthias Glarner kam es wie meistens zwischen uns Beiden zu einem gestellten. Um wieder nach vorne zu gelangen war mir klar, dass ich die folgenden Gänge  gewinnen musste. Pascal Hirt kannte ich von einem WK her. Im dritten Gang stand mir mit Simon Mathys ein junger Oberaargauer Schwinger gegenüber.

Dann folgte die Bravourstat gegen Schwingerkönig Kilian Wenger?
Bieri: Richtig. Erstmals seit 2008 (ebenfalls auf dem Weissenstein) konnte ich gegen Kilian Wenger wieder gewinnen. Es gelang mir ein Kurzangfriff des Berners mit Gammen zu kontern. Dieser Sieg gab mir für die restlichen zwei Gänge enmorn Selbstvertrauen. Gegen Thomas Zaugg schwang ich sehr lange nicht mehr, mit abdrehen im Rückwärtslaufen gelang es mir auch den Emmentaler zu bezwingen.

Gegen Matthias Sempach stellten Sie zum dritten Mal in der laufenden Saison?
Bieri: Matthias Sempach und ich standen uns schon einige Male gegenüber, da kennt man sich mit der Zeit. Ich konnte mich gut auf ihn einstellen. Wie in den zwei vorangegangenen Duellen in dieser Saison resultierte erneut ein Gestellter zwischen uns Beiden. Um ihn zu bezwingen hätte es aber noch ein paar Prozent mehr benötigt.

Sie trainieren ja auch regelmässig im Schwingkeller des Schwingklubs Kirchberg, dem Matthias Sempach angehört?
Bieri: Es stimmt, dass ich als Nordwestschweizer auch das Training im benachbarten Kirchberg besuche. Dort schwinge ich aber nicht speziell gegen Sempach sondern mit allen Teilnehmern. 

Wie bilanzieren Sie Ihre bisherige Saison?
Bieri: Mit acht Kränzen darf ich zufrieden sein. An jedem Kranzfest an dem ich startberechtig war, reihte ich mich unter die Kranzgewinner. Siebenmal klassierte ich mich unter den ersten Drei. Kann ich, wie es mir auf dem Weissenstein gelang, ein Kranzfest gewinnen, freut einem das umso mehr. Dass es nicht immer drei Kranzfestsiege sein werden wie in der vergangenen Saison, war mir bewusst.

Wie sieht Ihre weitere Saisonplanung aus?
Bieri: Am Brünig sind wir Nordwestschweizer nicht am Start. ich werde den Anlass als Zuschauer verfolgen. Am 3. August steige ich am Nordwestschweizerischen in Zuchwil ins Sägemehl. Zwei Wochen später bin als Gast auf der Schwägalp am Start.

In dieser Saison sind Sie noch unbezwungen. Dies schraubt auch die Erwartungen für den Kilchberg Schwinget in die Höhe?
Bieri: Dass ich an Grossanlässen zum Favoritenkreis zähle und der Gejagte bin, daran habe ich mittlerweile gewöhnt. Am letzten Kilchberger-Schwinget 2008 gelangen mir drei Siege. Schön wäre es, wenn mir diesmal vier Siege gelingen würden. Aber, die Spitze ist sehr ausgeglichen, am 7. September ist vieles möglich.

 

Schwinger

bierichristophBieri Christoph, Untersiggenthal

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