Schwinger der Woche: Interview Sempach

14. Juni 2014 - 11:02

Am Pfingstsamstag gewann Matthias Sempach zum fünften Mal das Oberaargauische Schwingfest. Zwei Tage später gewann er die letzte ihm noch fehlende Bergfest-Auszeichnung, den Stoos-Kranz.

Matthias Sempach, am Pfingstsamstag gelang Ihnen in Messen ein Heimsieg?
Matthias Sempach: Das eigene Gauverbandsfest zu gewinnen ist immer etwas sehr spezielles. Man kennt sehr viele Leute und wird in der Region auf das Fest angesprochen. Das Oberaargauische bezeichne ich als eines der drei wichtigsten Feste in meiner Jahresplanung.

Wie verlief für Sie der Wettkampf in Messen?
Sempach: Mit Christoph Bieri traf ich im Anschwingen auf einen der besten Schwinger im Lande. Wir trainieren sehr oft zusammen und kennen uns gut. Der Gestellte kam daher nicht überraschend und sicher hatte ich am Anfang das Glück auf meiner Seite, denn er wäre für mich fast zu einer Niederlage gekommen. Der Schlussgang war eine enge Angelegenheit. Florian Gnägi ist sehr gut in Form und nur schwer bezwingbar. Am Ende war ich der Glücklichere. Gelingt einem der Festsieg darf man zufrieden sein.

Zwei Tage später standen Sie auf dem Stoos bereits wieder im Einsatz?
Die Konstellation, dass der Stoos-Schwinget in diesem Jahr am Pfingstmontag stattfand und die Berner heuer Gastrecht genossen, hat es so ergeben. Ich war noch nie auf dem Stoos und wollte mit dem noch fehlenden Bergkranz meine Kranzsammlung unbedingt vervollständigen. Immerhin bin ich bereits 28-jährig und werde nicht mehr so viele Möglichkeiten bekommen um am Stoos-Schwinget teilzunehmen.

Mit zwei gestellten gerieten Sie früh in Rücklage?
Sempach: Ich bekundete am Morgen Mühe in den Wettkampf hineinzukommen. Es gelang mir für einmal nicht die Spannung aufzubauen, wie es mir normalerweise am Morgen vor dem Wettkampf gelingt. Dies hatte auch damit zu tun, dass ich erst gerade zwei Tage zuvor einen Wettkampf bestritt. Mit dem Kranzgewinn in einem sehr guten Teilnehmerfeld gelang es mir meine Kranzsammlung zu komplettieren.

Und gewonnen hat am Ende trotzdem ein Berner?
Sempach: Die beiden besten Schwinger standen am Schluss an der Ranglistenspitze. Mit Kilian Wenger und Christian Stucki habe ich noch vor Ort zum Sieg angestossen.

Wie kamen Sie mit der Hitze zurecht?
Sempach: Grundsätzlich liebe ich heisse Temperaturen. Für die Wettkämpfer waren die Bedingungen für alle gleich. Es war jedoch in der Tat eines der wärmsten Bergfeste, dass ich je miterlebte.

Am Sonntag, 15. Juni, stehen Sie in Unterkulm bereits wieder im Einsatz?
Sempach: Der Festkalender bestimmt es so, dass drei oder vier Sonntage in Serie ein Anlass ansteht. Mir gefällt das so. Auch am Aargauer Kantonalfest trete ich zum ersten Mal an. Ich freue mich auf Unterkulm.

Wie beurteilen Sie Ihren bisherigen Saisonverlauf?
Sempach: Mit meiner ersten Saisonhälfte bin ich sehr zufrieden. Es gelang mir, zwei Gauverbandsfeste (das Emmentalische und das Oberaargauer) zu gewinnen. Dass ich noch keinen Gang verloren habe, werte ich allerdings nicht allzu hoch ein. Nach einer kleineren Verletzung bin ich nun wieder voll bei Kräften und freue mich auf die nächsten Wettkämpfe.

Schwinger

sempachmatthiasSempach Matthias, Alchenstorf

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