Schwinger der Woche: Interview Zimmermann

18. Mai 2014 - 9:07

Nicht einer der acht teilnehmenden Eidgenossen, sondern der 23-jährige Sanitär Martin Zimmermann gewann das zweite Kranzfest in der Zentralschweiz. Nun folgt das Interview mit dem Nidwaldner.

Martin Zimmermann, erster Kranzfestsieg, wie fühlt sich das an?
Martin Zimmermann: Damit hatte ich in keinster Art gerechnet. Mir ist in Hergiswil alles aufgegangen, ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

Blicken wir nochmals auf den Wettkampf zurück?
Zimmermann: Ich konnte im Anschwingen mit Thomas Stüdeli einen namhaften Gast bezwingen. Im zweiten Gang, gegen Eidgenosse Erich Fankhauser, wählte ich ein dosiertes Risiko. Nach zwei weiteren Siegen gelang es mir im fünften Gang Stefan Gasser mit Schlungg zu bezwingen. Der Schwingstil von Gasser liegt mir eigentlich nicht. Mein Risiko hatte sich ausbezahlt.

Im Schlussgang führe erneut ein Schlungg zum Erfolg?
Zimmermann: Ich hatte den Vorteil mit einem Viertelpunkt Vorsprung in den Schlussgang zu gelangen, weil Melk Britschgi im fünften Gang gegen Andreas Odermatt Punkte abgab. Schlussendlich war ich der Glücklichere im Duell zweier gleichwertigen.

Haben Sie den Siegermuni behalten?
Zimmermann: Nein, der Muni durfte wieder zu seinem Besitzer heim nach Obbürgen. Im Stall meines Vaters hätte es keinen Platz gehabt für den Stier.  

Wurde Ihr Sieg entsprechend gefeiert?
Zimmermann: Oh ja, am Sonntag-Abend feierten wir bei unserem Neukranzer Lukas Bernhard in Engelberg im kleineren Rahmen. Am Montag folgte die Feier in Ennetbürgen im Gemeindesaal. Es kamen zwischen 400 und 500 Peronen und zahlreiche Vereine. Die Auftritte der Treichlergruppe oder der Musikgesellschaft, so etwas bleibt einem unvergessen.  

Wo stehen Sie das nächste Mal im Einsatz?
Zimmermann: Meinen nächsten Wettkampf bestreite ich am Urner Kantonalfest, vom 25. Mai, in Erstfeld. Eine Woche später bin ich am Luzerner Kantonalfest, in Ruswil, eingeladen.
 
Welche weiteren Ziele haben Sie in dieser Saison noch?
Zimmermann: An den Kantonal-Anlässen, an denen ich startberechtigt bin, möchte ich den Kranz erkämpfen. Dasselbe gilt für das Innerschweizerische Teilverbandsfest in Cham. Werde ich vom Innerschweizer Verband für den Kilchberger Schwinget berücksichtigt, wäre dies umso schöner. 

Letzten August verfehlten Sie den eidgenössischen Kranz nur knapp? Was haben Sie daraus für Lehren gezogen?
Zimmermann: Auch wenn es sich etwas komisch anhört: In der Emmental-Arena zeigte ich den besten Wettkampf der Saison 2013. Ich stand beiden Schwingerkönigen, Arnold Forrer und Kilian Wenger, gegenüber. Am Schluss sollte es nicht sein.

Schwinger

s16_zimmermannmartinZimmermann Martin, Ennetbürgen

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