Schwinger der Woche: Inti Florian Gnägi

10. Mai 2014 - 6:59

Der Berner-Seeländer Florian Gnägi hat am vergangenen Samstag das erste Kranzfest der Saison 2014, in Bern, zu seinen Gunsten entschieden. Dies brachte ihm die Ehre zum Schwinger der Woche ein. Hier das Interview.

Florian Gnägi, wie hoch werten Sie Ihren Sieg in der Bern-Arena?
Florian Gnägi: Die vielen Zuschauer un die hochkarätige Besetzung: Für mich war dies der grösste Sieg in meiner Laufbahn.

Wie war die Atmosphäre im Stadion?
Gnägi: Durch den Rasenteppich, der verlegt wurde, merkte man nicht viel, dass wir uns in einer Halle befanden. Während des Wettkampfes nimmt man das aussenherum sowieso nicht wahr. Die sehr vielen Zuschauer, am Nachmittag als freier Eintritt für alle Besucher galt, waren es weit über 6000. Dies nimmt man schon wahr. Es ist toll vor einer solchen Kulisse antreten zu dürfen. Am Morgen, als es draussen stark regnete, waren wir alle froh, konnten wir in der Halle schwingen.

Lange Zeit dominierte Christian Stucki den Wettkampf?
Gnägi: Es war eine Augenweide Christian Stucki zuzusehen, wie er die ersten vier Gänge dominierte. Dann kam der für ihn etwas unglückliche fünfte Gang mit Bernhard Kämpf. Letzlich war dies auch mein Glück.

Wie verlief Ihr Wettkampf?
Gnägi: Ich konnte im Anschwingen erstmals gegen Simon Anderegg gewinnen. Dies war ein optimaler Start. Auch mit Stefan Marti, dem ich im zweiten Gang gegenüberstand, musste ich schon viele Punkteteilungen hinnehmen. Ich hatte keine einfachen Gegner. Die Atmosphäre kannte ich vom Seeländischen, das 2013 ebenfalls im Eisstadion stattfand.

Im Schlussgang siegten Sie unmittelbar vor Ablauf der Zeit? 
Gnägi: Ich ging mit dosiertem Risiko in den Schlussgang, denn ein Unentschieden hätte meinem Verbandskameraden Christian Stucki zum Sieg verholfen. 20 Sekunden vor Ablauf der zwölf Minuten gelangte ich zum Erfolg. Kurz vorher stand Matthias Glarner dem Sieg sehr nahe. Es war eine ausgeglichene Angelegenheit, mit dem besseren Ende für mich. 

Vor 26 Jahren siegte Ihr Vater Erich Gnägi an demselben Anlass?
Gnägi: Für mich war es in doppelter Hinsicht ein spezieller Anlass. Dass mein Vater 1988 anlässlich der BEA gemeinsam mit Hansueli Joder siegte, wurde in der Familie vorgängig mehrmals besprochen. Dies motivierte mich. Zudem absolvierte mein jüngerer Bruder Damian in der Bern-Arena seinen ersten Wettkampf bei den Aktiven.

Christian Stucki hat sich während eines Radio-Interviews nicht geäussert, ob er für den SC Bern oder für den EHC Biel sympathiere. Wie sieht dies bei Ihnen aus?
Gnägi: Obwohl mir mein grösser Sieg in der Bern-Arena glückte: Ich bin Biel-Fan und bin, wenn es die Freizeit erlaubt, auch an den Heimspielen des EHC Biel dabei. Während eines Hockeyspiels bin ich jeweils nervöser als während des Schwingens.

Ein weiterer, für Sie sehr spezieller Anlass wird folgen. Das Seeländische Schwingfest, am 25. Mai, organisiert der Turnverein Studen, bei dem Sie selber aktiv sind?
Gnägi: Der OK-Präsident des Anlasses sagte einmal: Wenn ich nicht in ihren Reihen wäre, würde der Turnverein Studen diesen Anlass wohl nicht durchführen. Seit der Kindheit bin ich Mitglied jenes Vereins. Dies wird ein ganz besonderer Tag für mich und setzt mich auch ein wenig unter Druck. Ich werde meinen Verein beim Auf- und Abbau tatkräftig unterstützen.

 

Schwinger

Gnägi Florian, Aarberg

Ähnliche Berichte

Shop

Zum Shop